Aufgeschriebenes

Ab Ende Dezember gestalte ich diese Rubrik neu.

 

Das Kapitel der Texte,

der Glossen, Kolumnen, dystopischen Utopien, der sarkastischen Gedichte ...

ist

abgeschlossen.

 

4 Tagebücher mit mehr als 1200 Texten aus der Zeit vom November 2020 bis zum Dezember 2023 sind genug.

Dazu ergänzend entstanden Bücher mit Gedichten und Erzählungen, die nun auch gedruckt vorliegen.

 

Jetzt schreibe ich Gedichte und Märchen

11.1.2024 / 30.1.2024 

Die Arbeit am Buch ist abgeschlossen

Der Druckauftrag abgeschickt

 

Hardcover/Festeinband

5 Exemplare

144 Seiten

Umschlag farbig

Innen: Text und Illustrationen einfarbig

135g Papier

21x21cm

Cover-Entwurf

Das Buch ist gedruckt

erste Exemplare

Jetzt am 31.12.2023 abgeschlossen:

DIE ARBEIT AN DER ZWEITEN FASSUNG

Jetzt:

152 Seiten

55 Illustrationen

21x21 cm

Softcover 

Einband farbig

Innen Schwarz-Weiß-Druck

Januar 2024

warum?

 

ja warum tue ich das?

Ringsherum, da brennt die Welt. 

Da gehören Krieg, Flucht, Vertreibung, Einmischung in innere Angelegenheiten, Kriegshetze, Aufrüstung, Lust an Selbstzerstörung  ... wieder wie selbstverständlich zu unserem Alltag

 ... und ich schreibe Märchen.

Die Zeitungen berichten von Kriegen der Guten gegen die Bösen und der Bösen gegen die Guten, alles kommt einem als Leser und Nachrichtenhörer vor wie im Film 1984

 ... und ich lese Märchen.

Der Kanzler unseres "Besten Deutschland" schwört das Volk auf Verzicht, Zusammenhalt und Veränderungsbereitschaft ein. Getreue Koalitionspartner schwören auf Waffenlieferungen und Unterstützung im Krieg bis zum Sieg oder Untergang und Horrorszenarien werden medial kultiviert um uns bereit zu machen ... für den Endkampf gegen das Böse aus dem Osten 

... und ich schreibe Gedichte.

Ganz kluge Leute sagen, dass das doch immer schon so war. Ach in den vergangenen fast 80 Jahren nach dem "Untergang" hätte es doch immer mal irgendwo Krieg gegeben. Und immer befanden wir uns im "Kalten Krieg". Und das Leben sei normal weiter gegangen. 

 

Ja, das stimmt.

 

Aber wahr ist auch: die Abschreckungspolitik beider Systeme hatte 40 Jahre zur Folge, dass man zumindest miteinander sprach und sich gegenseitig ernst nahm. 

Jetzt sind Krieg und Terror so nah und die Überschätzung der eigenen Bedeutsamkeit so groß, dass alle Hemmungen fallen. Kriegsbereitschaft herzustellen sei eine Aufgabe der Stunde.

 ... und ich male, drucke, schreibe, gestalte Bilder, fotografiere, mache Ausstellungen.

 

Bin ich ein Narr?

Ja ... Ich bemühe mich mit meinen  Mitteln um die Erhaltung von Menschlichkeit, Anstand und Poesie.

Das werde ich auch im Jahr 2024 nicht lassen.

Dezember 2023

Das Schreiben 

 

von Märchen, das Erfinden von alternativen Varianten alter Märchen und das Mischen und Durcheinanderwürfeln von Märchen zugunsten neuer Geschichten, das macht Spaß

und führte zum Großteil der in diesem Buch versammelten Texte.

 

Was ich in diesem Zusammenhang auch für mich wiederentdeckt habe, ist die Freude am Lesen von Märchen.

 

Das verdanke ich hauptsächlich einer ganzen Reihe von Zufällen, die das Leben so bereithält. Ein Zufall war das Entdecken der alten Märchen der Autorin Amelie Godin in einem Internetarchiv.

 

Ich las ihre 1858 aufgeschriebenen Märchen und war überrascht, keinen Autorennamen zu finden. Auf der Titelseite des digitalisierten Buches gab es nur den Hinweis: "Von einer Mutter für ihre Kinder“.

 

Da ich neugierig bin, suchte ich weiter und entdeckte mehr als nur ihren Namen.

 

 Ich las mehrere Biografien, Berichte von Zeitgenossen und fand Hinweise auf weitere Schriften der Autorin. 

 

Dann stieß ich bei einer Internet-Antiquariat-Plattform auf ein Märchenbuch, das im Jahr ihres Ableben 1904 in zweiter Auflage erschien.

Ich habe es käuflich erworben und es ist trotz der 120 Jahre, die seitdem vergangen sind, gut erhalten.

 

 Die damals verwendete alte Fraktur-Druck-Schrift ist für mich zum Glück kein Problem, so dass ich das Buch fließend lesen kann.

 

Bis zum Alter von 80 Jahren schrieb sie, "die begnadete Autorin", 

wie sie damals auch von Kollegen, Journalisten und Literaturkritikern eingeschätzt wurde, Märchen und Sagen, Legenden und Helden-Epen, die sie auf der Grundlage eines reichen Wissens zur Märchenwelt Europas zu neuen Geschichten verwob.

 

Hinzu kamen lebenslang Gedichte, Gesellschafts-Romane und Beiträge für literarische Zeitschriften dieser Zeit.

 

Ihr Schreibstil ist im Alter ein anderer. Die Geschichten sind länger und ausgeschmückter als ihre ersten romantischen Märchen, die sie vorrangig als Erziehungsmärchen für ihre eigenen Kinder geschrieben hatte.

 

Das Lesen ihrer Texte ist ein Hochgenuss und es ist schwer zu verstehen, warum diese heute im 21. Jahrhundert weitestgehend unbekannt sind.

 

Beim Lesen so mancher Geschichte hatte ich sofort das Gefühl, dass sie wunderbare Drehbücher für Filme ergeben würden.

 

So habe ich beschlossen, eine Auswahl ihrer 120-175 Jahre alten Texte zu bearbeiten und neu zu schreiben. 

 

Ich habe die Absicht, den Inhalt nicht zu verändern und werde die schöne Sprache erhalten.

 

Dann stelle ich diese Erzählungen als Buch zusammen und füge Illustrationen hinzu.

 

Das wird viel Zeit beanspruchen. Aber ich erachte es als sehr wichtig, diese wichtige Autorin 

aus der Zeit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts 

einer Wiederentdeckung zuzuführen, 

auch wenn das eigentlich 

nur als Spinnerei gelten könnte.

 

Ich tue das für mich 

und freundlich gesinnte Mitmenschen.

 

Wohlan ... ich bin bereit.

 

Bereits gedruckte Bücher:

"Gedichte und Grafik"

Gedruckt:

"Rotkäppchen wird erwachsen"

Gedruckt:

"Reisen durch eine "Grimmige Zeit"

14.12.2023

Es geht weiter ...

Neue Texte für eine 2. Fassung 2024

Textprobe ( Fortsetzung des ersten Buches der "Grimmigen Zeiten" )

Neulich …

 

begegnete mir auf dem Balkon ein "Modschgiebschen".

Zum Verständnis für Nicht-Sachsen sein angemerkt, das ist ein Marienkäfer.

 

Also kurz vor Weihnachten sehe ich auf dem Balkon, auf einer Vorratskiste, in der Lebensmittel gelagert sind, weil es ja normalerweise im Dezember kühl ist ...

da sehe ich ein "Modschi".

 

Weil ich ein freundlicher Mensch bin schubse ich das Tierchen nur zur Seite (will ja den Deckel öffnen und es nicht dabei verletzten)  da sagt es: "na, wie geht es?"

Noch bevor ich nachdenken kann erwidere ich: "gut ... kann nicht klagen" und es beginnt laut zu lachen und sagt noch: "ich freue mich auf den Frühling."

 

Jetzt wird mir erst einmal klar: irgendetwas stimmt nicht. Entweder mit mir oder ...?

 

Da breitet es seine Flügel aus, fliegt los und ruft mir zu: "lass es dir gut gehen!"

 

Und ich schaue hinterher ... grüble ... gehe zurück in das Wohnzimmer und schreibe dieses Erlebnis auf.

 

War ich eine Figur in einem Märchen?

Habe ich das Ganze nur geträumt?

Und wenn ... ja ... oder nein ... egal ...

könnte ich nicht daraus ein Märchen zaubern?

 

Ich werde mir ein wenig Zeit gönnen und nicht darüber nachdenken und dann tue ich das, was ich seit November ausprobiere. Ich setze mich auf das Sofa ... nehme mein IPad und fange einfach an zu spinnen.

Das bedeutet: ich fange an zu schreiben und denke beim Schreiben eines Satzes nur über den nächsten nach. Ein Satz fördert den nächsten zutage und dann habe ich nach 30-40 Minuten den Text abgeschlossen.

Märchenschreiben als so genanntes "Impuls-Schreiben" ... eine tolle Erfahrung.

 

Das hat dazu geführt, dass seit November zwei kleine Bücher entstanden sind.