Kolumnen - ab 10.1.2021

14.1.2021 - die letzte Kolumne

wolfgang schieweck - 13.1.21

wir alle kennen die Geschichte....

 

in Grimms Märchen kommt der böse Wolf in das Haus der Geißlein und alles, was vorher von der Geißmutter und ihren Kindern an Regeln besprochen und als Handlungen geübt worden war...

war auf einen Schlag hinfällig.

 

Der Wolf, ob mit oder ohne Denunziation der Nachbarn, gelangte ins Haus.

Er brauchte keine Uniform, Rammbock und Waffen...

er verstellte die Stimme, schmeichelte sich mit wohlklingenden Worten bei den Kleinen ein, zeigte seine weißen Hände und...

dann begann der Überfall.

Fast alle jungen Geißlein wurden gefressen.

Bis auf eine Ausnahme:

Das kleinste versteckte sich im Uhrkasten und hatte Glück, weil der Wolf das in seiner Ausbildung als Terrorist nicht gelernt hatte.

Vielleicht hatte er auch an dem Tag, wo das Thema: "Verstecke" auf dem Strategie-Stundenplan stand, gefehlt.

 

Viele Jahrhunderte später...Deutschland...2021...im Januar....im 2. Coronajahr:

die Nachrichten berichten genüsslich über ein Winter-Corona-Märchen in Form einer Reality-Show:

 

"Polizei löst Kindergeburtstag mit 30 Gästen auf

In Hameln nahmen trotz Corona-bedingtem Verbot 30 Personen an einem Kindergeburtstag teil – die Hälfte davon Erwachsene. Beim Eintreffen der Polizei versuchten sich einige Partygäste zu verstecken."

( Spiegel-Panorama, online, 13.1.2021 )

 

Im Folgenden wird berichtet...und es klingt wirklich wie bei den Grimms....im Märchen...

beteiligte Eltern und Kinder verstecken sich im Toilettenraum und in Schränken verschiedener Zimmer.

 

Was hier alles im ersten Moment noch lustig klingt, ist eigentlich als Nachricht kaum noch zu ertragen.

  • Nachbarn rufen die Polizei ( furchtbar viele Kinderstimmen )
  • Polizei verschafft sich Zugang zu einer Wohnung ( Terrorgefahr, Mord, Totschlag...? )
  • Löst einen Kindergeburtstag auf...ach so...( Gefahr im Verzug )
  • Menschen verstecken sich im Schrank
  • Müssen dann ihre Personalien registrieren lassen...und
  • saftige Strafen zahlen

 

Von Mallorca wird auch heute berichtet, dass dort niemand mehr in öffentlichen Verkehrsmittel reden darf. Schweigen als Bürgerpflicht...um das Virus zu killen.

 

Hoffentlich reagiert das das Virus und verschwindet ins Universum...oder die Hölle.

 

 

Was denken sich unsere politischen Kindermädchen für morgen aus?

 

Am 5.11.2020 habe ich hier auf meiner Webpräsentation den ersten Text veröffentlicht. Es war die Geschichte: "Die Kinder von Utopanien" (siehe Kolumnen 2020/2021).

Danach sind 50 Kolumnen entstanden.

Jetzt schließe ich mit einer zweiten Geschichte diese Textfolge ab.

Diesmal sind es die "Leute von Utaponien", denen ich ein Denkmal setze.

13.1.2021 - Eine utopische Geschichte

wolfgang schieweck - 12.1.21

Die mutigen Leute von Utaponien

 

Es war einmal…

...aber eigentlich ist es noch gar nicht so lange her, so...grob gerechnet 200 Jahre, da hatten die Menschen von Utaponien ihre Sprache, ihre Muttersprache als das entdeckt, was sie bei vielen Völkern der Welt ist, ein kulturelles

Verbindungselement, eine ideelle Heimat für gemeinsame Gedanken, Träume, Erinnerungen.

Märchen- und  Geschichtenerzähler sammelten Texte, schrieben neue Erzählungen und emsige Verleger bemühten sich, diese Bücher mit 

Bildern von Zeichnern und Malern zu schmücken und herauszugeben.

Da immer mehr Menschen wenigstens einige Jahre in die Schule gehen durften, lernten sie das Lesen und Schreiben und so waren sie in der

Lage, selbst diese Bücher zu lesen und anderen vorzulesen. Viele der Menschen begannen auch zu schreiben und so wurde die Zahl der

Bücher immer größer. Wer sich Bücher nicht leisten konnte, oder einfach nur lesen und das Buch nicht besitzen wollte, der konnte in sie

Bibliotheken ausleihen.

Viele Texte wurden in andere Sprachen übersetzt, in Theatern spielten Schauspieler die Stücke und sprachen diese Texte. In Museen und Ausstellungen konnten 

Bilder, Zeichnungen und Plastiken betrachtet werden, die Künstler geschaffen hatten. Und die meisten Werke waren entstanden, weil sich die Künstler

mit Literatur, Philosophie und Geschichte auseinandergesetzt hatten und Ideen, bildgewordene Gedanken anderen Menschen mitteilen wollten.

Das spielte sich auch in Schulen, Kindergärten, Kinos, kleinen Bühnen, Kabarett-Theatern und Kulturkneipen ab.

Sprach- und Bildkultur, Bewegungs- ,Schauspiel- und Tanzkultur eingeschlossen.

 

Das Volk der Utaponier bezeichnete sich selbst oft auch als das Land der Dichter und Denker, war stolz auf seine Kultur und viele Menschen anderer 

Länder besuchten die Utaponier, um an diesem Kulturgenuss teilzuhaben. Auch die Utaponier hatte immer mehr das Gefühl, dass auch andere 

Völker Kultur besaßen und reisten in diese anderen Länder, um ihren kulturellen Horizont zu erweitern.

Dann kam etwas auf die Menschen zu, was diese geistigen und kulturellen Errungenschaften, dieses Weltbild, das freie Denken und Gestalten so ins

Wanken brachte, dass manche Menschen nach einigen Monaten vor dem Untergang der zwischenmenschlichen Kommunikationskultur warnten.

 

Was war geschehen?

 

Eine böse Krankheit hatte die ganze Welt und auch die Utaponier überfallen. In Zeitungen, Radios, Fernsehapparaten und elektronischen 

Internetnachrichten hörten sie jeden Tag von Millionen Toten, der immer schlimmer werdenden Gefahr und von der Verpflichtung, sich sofort nicht mehr ins 

Freie zu bewegen.

Museen, Theater, Kleinkunstbühnen, Konzerthäuser, Musikschulen, Sportstätten, Opernhäuser, Schulen, Universitäten  und Kindergärten wurden geschlossen.

Wer sich dennoch nach draußen bewegen wollte, war verpflichtet, eine Maske zu tragen. Kontaktverbote zwischen Menschen wurden festgelegt. Singen und miteinander Sprechen galt als gefährlich und eine Großzahl der Menschen verstummte.

Da die Krankheit nicht über die Ohren und die Augen verbreitet wurde (so sagte man), gab es die Verpflichtung, sich täglich über die neuesten Zahlen der tödlichen 

Krankheit zu informieren.

Reisen war verboten, Hinausgehen nur mit triftigen beruflichen Gründen. Nur noch Lebensmittel einkaufen durften die Menschen. Die Regierung verkündete, dass genug

Lebensmittel-Ware für Jahre vorhanden sei, so dass niemand mehr das Haus verlassen müsse.

Über ein Jahr verging. 

Viele Menschen waren in Einsamkeit gestorben. Zu Geburtstagen, Ostern, Weihnachten und anderen Feiertagen, selbst zu Hochzeiten und Begräbnissen besuchten sich die Menschen aus Angst nicht mehr. Zwischenmenschliche Kommunikation wurde unterwürfiges angstvolles Schweigen.

In den Einrichtungen von Kultur und Kunst begann die Natur auszubreiten, Moos und Pflanzen, Insekten und anderes Getier lebte jetzt dort. 

Das Gleiche betraf Sportplätze, Schulen, Fitnesscenter, Gaststätten, Hotels, Ferienwohnungen. Kinderspielplätze überwucherte Gras und

Gestrüpp….und…

die Menschen wurden von Robotern, die Essen transportierten, in den Wohnungen, in denen sie sich eingeschlossen hatten, versorgt.

An den Armen trugen alle Armbänder, die die persönlichen Gesundheits- und Bewegungsdaten an zentrale Kontrollcomputer weiterleiteten.

 

Eines Tages geschah etwas, das schon sehr merkwürdig war.

Ältere Menschen, die das Lesen noch irgendwann gelernt hatten, fanden im Hausrat alte Bücher. Sie begannen, den Kindern und sich selbst untereinander aus diesen

Büchern vorzulesen. 

Einige erprobten sich im Schreiben und es gab Familien, in denen mutig wieder gesungen, sogar Musik und Theater gespielt wurde, wenn auch laienhaft.

Über die sozialen Internet-Medien tauschten sich die ersten Familien darüber aus, was sie für sich neu erfunden und wiederentdeckt hatten: 

„Zwischenmenschliche- verbale-und körperliche Kommunikation und Interaktion“.

Diese Nachrichten verbreiteten sich schnell, viele Menschen fassten Mut zu ähnlichen Aktionen und sie merkten, dass sie noch nicht alle gestorben sind, wie die 

Regierung jeden Tag mitteilte. Die "exponentielle" Steigerung der Todesfälle hätte ja auch nach einfacher Rechnung schon längst die totale Auslöschung der Utaponier bedeutet. Dem war aber nicht so.

Die Menschen waren ausschließlich in ihrer Isolation und Angst gefangen.

 

Eines Tages fassten einige den Mut zu einem Aufruf in einem noch funktionierenden sozialen Netzwerk.

Dieser Aufruf beinhaltete folgende Idee.

 

An einem festgelegten Tag sollten alle Menschen die Türen und Fenster öffnen. Sich nach draußen bewegen und die Masken wegwerfen.

Dann sollten alle Besitzer von kleinen Läden, Gaststätten, Hotels, Sportstudios, Kinos, Theatern und Kulturtreffpunkten, die Galerien und Museen einfach wieder öffnen

und zu arbeiten beginnen.

Es sollte einfach mal getestet werden, was passiert, wenn Menschen in eigener Verantwortung das öffentliche Leben wieder in Gang setzen, auch wenn das aufgrund fehlender Mittel und Materialien sehr schwer werden sollte. Das wichtigste „Material“, der Mensch, war aber bereit, es zu versuchen

 

Gesagt … getan. Der Aufruf war verkündet und der Tag rückte heran.

Natürlich gab es viele Menschen, die sich vor der Polizei, der Armee und den Ordnungsämtern fürchteten. Aber ihnen wurde Mut zugesprochen und die 

Hilfe der Gemeinschaft, echte Solidarität zwischen Gleichgesinnten.

 

Es geschah etwas Sonderbares.

Kein Vertreter des Ordnungsamtes, kein Polizist oder Soldat hielt die Menschen auf. 

In den Ämtern und Verwaltungen saß niemand und das mit Sicherheit schon lange nicht mehr, denn Staub und Pflanzenwuchs dokumentierten, dass diese

Institutionen schon lange nicht mehr besetzt waren.

Ein ähnliches Bild zeigte sich bezüglich der Regierung.

Da war niemand mehr anzutreffen.

Alle geflohen, gestorben, untergetaucht? 

Es gab keine Hinweise.

 

Durch wen wurden aber die aktuellen Restriktionen, die Anweisungen, die Nachrichten verbreitet?

Die Antwort war schnell gefunden. 

Ein Computer des Innenministeriums hatte in programmierter Langzeitaktivität den Lockdown aufrechterhalten.

Schnell war auch herausgefunden: das Programm sollte bis zum 30.Mai des Jahres 2023 automatisch laufen und sich dann selbständig löschen.

12.1.2021

wolfgang schieweck - 11.1.21

Politiker beschimpfen sich gegenseitig…

 

Das ist in Ordnung - eben typisch für bürgerlich parlamentarische Versammlungen.

Das kennt man seit der Anfangszeit der Parlamente…

  • aus der Weimarer Zeit,
  • der langen Zeit des BRD-Parlamentarismus,
  • aus den Parlamenten in den USA, Japan, Ukraine, Korea

....in den letztgenannten gibt es sogar Schlägereien, die dann öffentlich übertragen werden.

Da wird sich böse tituliert und das Ganze wird dann oft als "politisches Theater" bezeichnet

... eben typisch, unterhaltend und na ja, belustigend

wie in Talkshows

 

Dass aber Politiker beginnen, ihr Volk zu beleidigen...

ist seit Jahren neu. Es ist besonders typisch für die Zeit nach 1990. Jetzt kam das ehemalige DDR-Volk hinzu, was sich ausschließlich für Alles zu bedanken hatte. Meckern, Zweifeln, Zweifeln...nicht erwünscht.

Der Begriff: "Jammer-Ossi" wurde geboren.

Aber die Beschimpfungen treffen mittlerweile alle Bürger.

 

Da bezeichnet der Bundespräsident das deutsche Volk ( besonders die Jugend) als zu pazifistisch eingestellt. Er spricht ( bezüglich der seiner Meinung nach notwendigen Kriegseinsätze, die auch Tote fordern) von einer „glückseligen Gesellschaft“, die das nicht akzeptieren will. Also systemgefährdende Pazifisten.

Ein SPD-Mann, faselt von faulen Hartz-IV-Empfängern, ein anderer von "Pack".

Merkel bezeichnet Teile des Volkes als „geistig verwirrt“, mit denen man nicht mehr sprechen könne.

Eine andere Politikerin nennt Teilnehmer von Demonstrationen: IDIOTEN...als "Covidioten", 

als...Corona-"Leugner"( Achtung!-Assoziation-Holo....Leugner)!

"rechtsoffen","antisemitisch", "verschwörerisch".

Söder, verunglimpft eine Protestbewegung als Mob, als Terroristen

 

Verbale "Hämmer" und "Keulen"! mit "Totschlagwirkung"...

( "mit Schmuddelkindern spielt man nicht" )

Mit ihnen kann man auch nicht mehr reden, nur noch verabscheuen, ausgrenzen, streichen, löschen, ignorieren, weiter diffamieren...

 

Aus der Geschichte kennt man die nervösen Reaktionen von Politikern in Systemen, die dem Untergang geweiht sind.

In der DDR waren die Zweifler und Kritiker: Spione des Klassenfeindes, Verräter, antisozialistische Elemente.

In Nazideutschland….Volksfeinde, Zersetzer der Volksgemeinschaft.

Bei Stalin....wie auch schon bei Robespierre....ebenfalls Feinde der Revolution.

Bei Mao, Pol Pot…Schädlinge.

 

Und jetzt bei Söder…..“Corona RAF“, „Coronaterroristen“.

( 10.1.21 )

 

Pauschale Verunglimpfungen, Ausdruck hilfloser Wut auf Menschen, des eigenen Volkes, die nicht übergangen werden wollen, zweifeln, fragen, die kleinbürgerliche Ruhe stören und Pluralismus...statt…“Schwarz/Weiß“ und „Gut und Böse“ ( wie im Märchen ) einfordern.

 

Unsere gesellschaftliche Weiterentwicklung steht vor ernsten Problemen.

Politiker und Volk fühlen sich nicht mehr als Partner.

Die Staatsführung wählt Mittel der verbalen Gewalt...ergänzt durch administrative Gewalt...

und spricht von Alternativlosigkeit.

 

Ist die Demokratie noch zu retten?

Ja...

im Dialog, am „Runden Tisch“, im pluralistischen Dialog, durch Einbeziehung aller gesellschaftlichen Klassen und Schichten, Organisationen und Demokratiebewegungen....

aber halt....

(fast übersehen…)

wenn unsere Politiker von Demokratie sprechen, dann sprechen sie immer von 

"UNSERER DEMOKRATIE", also „IHRER DEMOKRATIE“.

Und weil die USA jetzt durch Trump "so gelitten" hat, macht Maaß doch ernsthaft den Vorschlag, den Amerikanern beim Aufbau einer neuen Demokratie nach deutschem Modell zu helfen.

Ein neuer MARSHALL(Maaß)-Plan für das 21.Jh.

 

Alles wird gut ... "nicht wahr"?

 

11.1.2021

wolfgang schieweck - 10.1.21

Ab 11.1.21 nicht mehr erlaubt...

 

das Essen in Betriebskantinen....

Jeder isst sein von Zuhause mitgebrachtes oder bei der Essenausgabe mitgenommenes Essen am Arbeitsplatz....

isoliert..

hygienefreundlch...

solidarisch...

still und leise....

 

am Arbeitsplatz. 

 

Ein Rückfall in die Zeit vor 150 Jahren.

Adolph Menzel hat es abgebildet.

(Detail aus dem Gemälde: Das Eisenwalzwerk) - Wikipedia

rechts unten im Gemälde sieht man hinter einem Verschlag essende Arbeiter

Für Lehrer in vielen Schulen ( wie für mich ) galt das schon immer:

 

Essen bei Hofaufsicht, im Treppenhaus bei der Aufsicht, bei der Kloaufsicht, im Klassenzimmer...alles so nebenbei und während der Arbeit.

 

Einen Essenraum gab es nur für Schüler.

 

Und im Lehrerzimmer war die Einnahme von Essen aus "psycho-hygienischer Sicht" unmöglich ( Hektik, Lautstärke, Unruhe, Telefonklingeln, Schülerklopfen...).

 

Ich habe mich oft im Vorbereitungsraum versteckt und mein Brot gegessen.

Wollte ja gesund bleiben.

 

Aber der gewerkschaftlich vertretene Arbeiter, zumindest in Produktionsbereichen,  hatte sich das Recht auf eine ruhige Kantinenpause seit 100 Jahren erkämpft und die war ihm sicher.

 

Ab 2021 nicht mehr.

"Schöne neue Welt" (Huxley)

11.1.2021

wolfgang schieweck- 10.1.21

Zufall...Fehler...Versprecher....oder?

 

Manchmal gibt es in den Medien Texte, die wütend machen können, 

manchmal Texte, die einfach nur Blödsinn darstellen 

und manchmal liest man Texte, Aussagen, Kommentare, bei denen man denkt...

Holla, da sagt jemand etwas, was genau, das widerspiegelt, was geschieht und was aber eigentlich öffentlich nicht ausgesprochen wird.

 

So...gestern im Internet.

Quelle: MDR Sachsen Ticker

 

 

Der Bürgermeister von Augustusburg sagt, die so genannte Pandemie betreffend:

 

" Wir müssen alle begreifen....

... dass die Pandemie....( klingt wie eine Veranstaltung )

... so lange stattfindet....( klingt wie organisierte Aktion )

... wie wir alle mitmachen." ( klingt wie....wir sind selbst die Schauspieler in diesem Theaterstück )

Nun frage ich mich: 

 

Ist das Satire?

Knallharte Gesellschaftskritik?

Eingeständnis unseres antidemokratischen Versagens?

 

Unsere Medien machen es uns manchmal gar nicht so leicht.

 

Wünsche uns allen eine gute Zeit.

 

10.1.2021

wolfgang schieweck - 8.1.21

Sprachhygiene....

ist auch dringend nötig. 

 

In Deutschland (und anderen Ländern dieser Welt) überschlagen sich die Menschen im privaten Bereich, befohlen durch staatliche Instruktionen und amtliche Anweisungen im Bereich Hygiene und versuchen dem teuflischen Virus gegenüber Sieger zu bleiben.

Hygiene ist in Maßen gut, wichtig und auch in der Alltags-Praxis eine Leistung unserer zivilisatorischen Entwicklung.

Wer will schon wie im Mittelalter im Dreck, Kot und Gestank leben.

 

Was wir aber eigentlich auch überwinden sollten...

...die Neigung zur Verwendung von Müll und Dreck in unserer Sprache.

Auch hier sollte Hygiene zur Pflicht gemacht werden.

 

Unsere Dichter und Denker bemühen sich seit dem Mittelalter um die Kultivierung der Sprache. Kinder lernen ab dem ersten Tag ihres Lebens ihre Mutter- und Vatersprache....wenn auch manchmal über sonderbare Ausdrücke ihrer Eltern. Wer es nicht glaubt, der höre mal zu, wenn Eltern mit ihren Sprösslingen reden. Da fragt man sich schon manchmal, welche Sprache das eigentlich ist.

Nun gut...dann kommt Kindergarten, Schule Ausbildung, Alltag, Freundeskreis.....und die Sprache nimmt mehr oder weniger kultivierte Züge an.

 

Eines lernen wir aber im Leben....

Schimpfworte, Beleidigungen rutschen manchmal über die Lippen, was aber außer Frust, Ärger, kurze Befriedigung von Launen und hinterher Scham, nicht viel bringt. 

 

Dass mit unbedachten Worten, Beschimpfungen und Beleidigungen Beziehungen zwischen Menschen und auch Völkern gefährdet werden können, dass weiß eigentlich jeder. In der Geschichte gibt es genügend schlimme Beispiele.

Auch unsere Politiker, Journalisten und Zeitungsredaktionen sollten das wissen und beherzigen.

Diese verlangen es ja auch umgekehrt von den Menschen im Alltag und sind über Vorwürfe der Lügen - oder Lückenpresse empört, weisen Vorwürfe der Käuflichkeit und der politischen Unfähigkeit zurück.

Tja, das Volk, der Plebejer hat eben manchmal das große Maul.

Aber Medien und die Politik sollten ausgleichen, deeskalieren, informieren, Kommunikation anregen...

Unsere "Leitmedien" sollten sprachliches Vorbild bleiben, sich mäßigen und nicht hetzen und zündeln.

 

Wie z.B. immer wieder die  "BILD"- Zeitung ( gedruckt und online ).

Quelle: Bild-online, 8.1.21

( Betreff: Russisch-Deutsche- Pipeline, Stiftungsgründung, Mecklenburg-Vorpommern )

 

..."Russen Hammer"....

"Putin-Pipeline"...."Russenpipeline"...."Russengas"....."Russen-

Kredit"......"Russenröhre"...

 

  • Wer stoppt dieses Blatt?
  • Wer zeigt dieses Blatt wegen Volksverhetzung an?
  • Wer mahnt Verwendung von sachlicher Ausdrucksweise  an, die klärt und nicht zerstört?

 

Waren einige, die man in diesem Blatt immer wieder liest, nicht Vokabeln, beliebte Worte und Begriffe, in der Zeit der NS-Diktatur.

Im Kampf gegen die (so wie die deutschen Faschisten sie nannten ) russischen "Untermenschen".

Oder möchte die "Bild" an diese Traditionen anknüpfen.

 

Ich beobachte diese Verrohung der Sprache aber schon seit Jahren. Und es tut weh, weil....

  • es wird immer schlimmer
  • beschränkt sich nicht nur auf mediale Presseerzeugnisse
  • sondern auch das Fernsehen
  • und die meisten Menschen finden es nicht schlimm
  • finden die Kritik als Übertreibung der "Alten" gegen das Moderne.

 

Man lese mal wieder einen Text aus der Mitte des 19.Jh. ( Chamisso, Fürst Pückler, Heine, Humbolt...)

Das muss nicht viel sein....ist aber ein köstlicher Genuss....und ein Beweis für den Reichtum unserer Sprache.

Da gibt es Worte, die mittlerweile im Wörterbuch der verlorenen Sprache ihren Platz gefunden haben.

 

10.1.2021

wolfgang schieweck - 9.1.21

Bin ich ein böser Spinner ? ...

ein Na**, ein Antise******, ein Anhänger der *F*, ein Co**idi**?

 

Nein! Ich kann lesen, denken, vergleichen, schlussfolgern, nachdenken, spinnen, fabulieren, träumen und ich habe 65 Jahre Lebenserfahrung, ein bissel Bildung, Fähigkeit zur Fantasie und einige Erfahrungen in der Bewertung medialer Information.

Zum Denken brauche ich keine Partei, keine Interessengruppe und ich bin auch kein Anhänger eines "Ismus".

 

Bin ich also verrückt, wenn ich einen Gedanken gut finde, den ich vor Tagen, vorerst in schriftlicher Form, im Netz fand. 

Diese Idee beinhaltet in Ansätzen folgendes utopisches Szenario, das ich weiterspinne.

 

Achtung: REINE UTOPIE

 

Alle Gewerbetreibende, alle Friseure, Kosmetiker, Kneiper, alle Restaurants, Pensionen, Hotels, Urlaubswohnungsanbieter, alle Theater, Museen, Ausstellungen, Galerien, großen und kleinen Kinos, Senioren- und Jugendfreizeitzentren, Kirchen, Sport- und Fitnesszentren und erotischen Lust-Etablissements...

 

machen schlagartig auf, öffnen ihre Türen und fangen an, tätig zu werden.

 

Die Zahl der Institutionen dürfte in die "Zehntausende" gehen.

An diesen Orten sind hunderttausende Menschen tätig. Vielleicht geht die Zahl auch in die Millionen.

Und nun müssten die Ordnungsämter eingreifen.

Die Polizei würde helfen.

Nur, wo sollten die Beamten beginnen? So viele Beschäftigte gibt es in diesen Verwaltungs-"Branchen" gar nicht.

Und was sollten diese auch tun? 

Bußgeld kassieren, Strafzettel schreiben, Türen verplomben, Fenster vernageln, ...

die Bundeswehr um Hilfe bitten.

Und die Millionen Kunden müssten auch einzeln abgestraft werden.

 

Selbst mit überspitzter Fantasie (als Kopfkino vorgestellt) denke ich, dass die Ämter völlig handlungsunfähig die Segel streichen müssten.

 

Und man stelle sich vor: hunderttausende Bußgeldbescheide würden hunderttausende Verweigerungen und Einsprüche der Betroffenen zur Folge haben und müssten von Gerichten bearbeitet werden.

Das gesamte Verwaltungssystem würde zusammenbrechen.

 

Ich spinne weiter....

Es gäbe noch am selben Tag, oder spätestens am nächsten,  eine Regierungserklärung, mit dem Hinweis, dass die Pandemie ab sofort nur noch mit der Lage entsprechenden, verhältnismäßigen Regeln, Einschränkungen und Maßnahmen bekämpft werden würde.

 

Und Ostern würden wir uns alle wieder in die Arme fallen ... virenfreiheitlich, dem schon einmal erreichten politisch-sozialen-humanistischen Entwicklungsstand der Gesellschaft entsprechend.

 

PS

Unsere demokratisch gewählten Regierungsverantwortlichen brauchen aber keine Angst zu haben.

Das wird in Deutschland nicht passieren.

In einem Land, in dem zu Weihnachten, Millionen Kinder ihre Eltern nicht besuchen, in angstvollem, vorauseilenden Gehorsam per Skype kommunizieren und auch viele Eltern, ihre Kinder ausladen, um sich nicht anzustecken.....

da kann man den Lockdown verlängern, so lange die "demokratische Ordnung" es für richtig und notwendig hält.

 

Ich wünsche uns trotzdem ein wenig mehr Fantasie!

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kleine Zugabe:

Quelle: "nur-zitate.com" ( W.I.Lenin )

„Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas, wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte !“