17 NEUE TEXTE - 2022

Texte

und Bilder

aus der Glaskugel

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Böse Satiren aus Pancoristan

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Willkommen in der Zukunft. 

Gnadenlose Übertreibungen und deswegen reiner satirischer Sarkasmus, realitätsfremd und undenkbar utopisch. Bitte als Produkt künstlerischer Freiheit betrachten. Nicht für empfindliche Zeitgenossen mit staatsgläubigem Selbstbewusstsein geeignet.

FORTLAUFEND VON OBEN NACH UNTEN

1.1.2022-22.1.2022

ab 23.1.2022 PAUSE

1.1.2022 - W.Schieweck

Pancoristan

im Jahr 2023

 

Dem Besucher des Musterstaates Pancoristan möchten wir hiermit einige Regeln offenbaren, die es bei der Durchreise, einem kurzen oder längeren Aufenthalt oder bei einer beabsichtigten Wohnsitzwahl in unserem schönen Land zu beachten gibt.

Jeder Besucher, der ein T-Shirt mit der Aufschrift: "Ich liebe dieses Land" trägt, der erhält eine freie Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln für einen Tag.

Dieses Recht kann verlängert werden, wenn der Träger an den folgenden Tagen Lobpreisungen ähnlicher Thematik zur Schau trägt.

Möglich wären solche Slogans wie:

"Täglich geimpft - Ich liebe es!"

"Impfen ist gelebter Glaube"

"Ich bin Untertan - Wer ist mehr? 

...und viele andere.

Jedes Shirt darf nur ein Mal getragen werden. Die Aktion ist pro Kopf auf 14 Tage begrenzt.

Masken, egal wie oder von wem produziert und auch solche, die keinerlei Wirkung haben, sind zu jeder Zeit und an jedem Ort zu tragen. Die Masken müssen über einen Sensor mit der Gesundheit-App verbunden werden. Zuwiderhandlungen werden mit sofortiger Ausweisung aus unserem Land bestraft. Der Betreffende hat dann mit dieser Zuwiderhandlung den Beweis antisolidarischer, demokratischer und bevölkerungsfeindlicher Grundhaltung zweifelsfrei erbracht. 

Der Aufenthalt im Freien ist nur mit aktuellem Impfnachweis (maximal 30 Tage gültig) und ausschließlich als Einzelperson möglich. Jede Annäherung an andere Personen wird strafrechtlich verfolgt. Dabei gilt als Grenze die 3-Meter-Regel.

Das gilt auch für Mütter/Väter/Betreuer mit Kindern. Die Kinder müssen mit Abstand an der Leine angehalftert sein.

Sollte ein Besucher unseres wundervollen Staatswesens die Supermärkte und Einzelhandelsgeschäfte vermissen, die es tatsächlich in einigen rückständigen Ländern noch gibt, dann sei darauf verwiesen, dass jeder Einkaufswunsch ohne Problem über eine Smartphone-App möglich ist. Die gewünschten Produkte werden sofort zur Dauerquarantäne-Wohnzelle geliefert und dort kontaktfrei abgelegt.

Jeder Bewohner hat pro Tag 1,5 Stunden Ausgang.

Zutritt zu Kultureinrichtungen wie Museum, Kino, Theater setzen eine Wochenimpfung voraus. Restaurant, Ferienwohnung und Hotelübernachtung erfordern Tagesimpfung.

Der besondere Vorteil der Tagesimpfung ist nicht zu unterschätzen, da es die seit 2021 geltende Regel, zum Impfen Bockwurst, Döner, Bratwurst, Eis kostenlos dazu zu bekommen weiterhin gibt. Das spart Haushaltskosten und gibt das gute Gefühl, zur großen Mehrheit der Vernünftigen zu gehören.

Eine patriotische Pflicht ist es in unserem demokratischen Musterstaat, dass jeder pflichtbewussten Bürger ausschließlich die Informationen, die Nachrichten und Handlungsgebote aus den Qualitäts-Medien-Anstalten zur Kenntnis nimmt. Das Hören und Sehen von Internet-Feind-Sendern disqualifiziert jeden sofort als Antisemit, Feind des Staatswesens und als Idioten, mit dem man sich nicht mehr unterhalten kann.

Der Staatsschutz überprüft seit Jahren jegliche Kommunikationswege, um die demokratische Grundordnung zu schützen.

Wer aber vorbildlich lebt und handelt, muss keine Angst vor Überwachung und lückenloser Kontrolle durch Staatstrojaner haben.

Diese Überwachung sichert unser ruhiges und terrorfreies Leben.

Ein besonderer Höhepunkt im öffentlichen Leben einer jeden größeren Stadt sind seit einiger Zeit die öffentlichen "Pranger-Events". Feinde der Demokratie, Leugner, Verweigerer, Publizisten von Informationen auf leider immer noch existierenden staatsgefährdenden Internetportalen werden publikumswirksam verspottet, dürfen vom Publikum angespuckt, mit faulem Obst oder mit Steinen beworfen werden. 

Unser zukunftssichere moderne Staat hat vom chinesischen Bruder gelernt und befindet sich bezüglich Denunziation, Massenpsychose, Treue gegenüber Staat und Partei auf der Siegerstraße in Richtung menschenwürdiger Weltordnung.

Nicht unerwähnt sollte sein, 

dass es bei Krankheit oder dem Wunsch sich ärztlich untersuchen zu lassen, in Pancoristan seit einiger Zeit die vorgeschriebene Regel der kontaktlosen Ferndiagnose gibt. Über Smartphone, Tablet oder PC/TV-Kamera tritt man mit den Arzt der Wahl in Kontakt. Dieser analysiert den Gesundheitszustand, leitet Behandlungen ein, die vom Patienten in Eigenverantwortung an sich selbst erfolgen. Medikamente und Behandlungstechnik wird per Drohne eingeflogen. Sollte die Selbstbehandlung nicht zum Erfolg führen, dann meldet die Gesundheit-App den Notfall an das Bestattungsunternehmen. Die anonyme Entsorgung über Bestattungs-Roboter ist kostenfrei.

 

Prosit Neujahr ....

zum Glück kommt erst einmal das Jahr 2022.

2.1.2022 - W.Schieweck

Märchenstunde

 

"Es war einmal..."

Kinder lieben Märchen.

Zumindest war das noch so, als ich aufwuchs. Und ich bin heute noch ein begeisterter Leser von Märchen und schaue gern die alten Märchenfilme aus der Zeit, wo das Verfilmen von Märchen noch filmkünstlerische Leistung darstellte.

Auch Erwachsenen kann man Märchen erzählen. Schlimm ist nur, wenn die Erwachsenen nicht wissen oder nicht mehr merken, dass sie mit Märchen unterhalten werden. Noch viel  schlimmer ist es, wenn sie mit Märchen zum Glauben, zur politischen Unterordnung verführt werden.

Ein war auch einmal, dass ein weltweites Bestreben zu Bildung, Wissen, politischer, kultureller, ethischer Aufklärung gab und ...

dass so manches Volk sich als Volk der Dichter und Denker wähnte oder es vehement seine Tradition als Vorreiter bürgerlicher Rechte und Freiheiten zu pflegen glaubte.

In Neujahrsansprachen deklamierten Jahr für Jahr Oberhäupter der Nationen Gelöbnisse für Frieden, Freiheit, emotionaler Wärme, Verständnis und Toleranz.

Das klang zwar immer auch wie Märchenstunde, aber das ist so bei Predigten. Sie sind selten tiefgründig oder philosophischer Natur. Der Zuhörer soll sich wohlfühlen und  sofort das Gefühl des "Aufgehoben- und Verstandenseins" erleben.

Wenn keine politischen Bosheiten versteckt sind, keine Angriffe auf unser zivilisatorisches Reglement des Zusammenlebens, dann ist das auch nicht so schlimm und wir können, ja sollten den politischen Märchenerzählern verzeihen.

 

Das war einmal.

 

Denn dann kam der unsichtbare Feind, das geistig-materielle Produkt wissenschaftlich technischer Entwicklung im Bereich der digitalen High-Tech Weltwirtschaft ... ein tödliches Virus, das die halbe Weltbevölkerung vernichten ...

könnte, sollte, würde ... na ja, vermutlich zumindest belasten könnte.

Nach seiner Vorgängerin in Goldrobe stellte jetzt der neue Mann auf der Kanzel seinen Text der Massenbeschwörung vor und ...

wie im Märchen klingen seine Worte, wenn er seine Märchenstunde beginnt.

(inhaltlich nacherzählt)

Liebes Volk,

ja, wir sind ein Volk und wer da von Spaltung spricht, der missversteht unsere Politik.

Eine böse Pandemie, von der wir und die ganze Welt seit fast zwei Jahren befallen ist, will nicht enden. Und das ändert sich auch nicht, obwohl ich jetzt der neue oberste Pandemiebekämpfer bin.

Ich habe unser Land in schwieriger Zeit übernommen und die vierte Welle unseres Überlebenskampfes wird jetzt bald von der fünften Welle abgelöst. Das haben die Weisen mir gesagt und so wird es sein.

Diese neue Welle mit dem Virus Omikron kommt nicht nur. Nein! Sie rauscht heran!

Wir sind alle müde, die Belastungen stecken uns in den Knochen, aber das Virus verzeiht keine Pause. Die Hoffnung auf ein schnelles Ende müssen wir begraben.

Die Beschränkungen für unser persönliches Leben müssen verstärkt werden. Das meine ich ernsthaft und wir werden nur siegen, wenn sich in den nächsten Wochen weitere 30 Millionen Menschen impfen lassen. Impfen, Impfen, Boostern! Wir müssen schneller sein als das Virus.

Und weil ich euch liebe, deswegen sage ich euch, dass Milliarden Menschen geimpft sind. Die Nebenwirkungen (von mehr als 1,5 Millionen) sind nicht so schlimm.

Im Krieg gibt es immer auch Opfer.

Es kommt immer auf den prozentualen Nutzen an.

Und bitte, glaubt nicht den Störenfrieden unter den Wissenschaftlern, die von ernsten Langzeitfolgen sprechen. Viele gesunde Kinder sind in den vergangenen Tagen geboren wurden.

Vor allem in den Ländern, denen wir jetzt schnellstens auch die neuen Impfmittel verabreichen müssen.

 

Sagte es und verschwand im Äther ....

Prosit 22

 

PS

Im Originaltext der "Märchenansprache" hatte ich nicht selten das Gefühl, dass ich Teile des Textes fast in gleichem Wortlaut schon vor Monaten gehört habe. 

Nun ... das Thema: Geistiger Diebstahl, Textklau oder egal, wie man das nennt ...

das wird "überbewertet".

3.1.2022 - W. Schieweck

Verfall der Sprache

 

Ich möchte keineswegs übertreiben. Bin selbst kein Germanist, kein Sprachwissenschaftler, Schriftsteller oder Dichter. Aber ...

die eigene Sprache, so einigermaßen kennen und bewusst zum Gedankenaustausch benutzen zu können, das ist etwas, das man doch zu den kulturellen Grundfähigkeiten zählen sollte.

An der deutschen Kultursprache hatte schon der Martin Luther "gefeilt", Goethe, Herder, die Brüder Grimm und viele andere pflegten und kultivierten sie, verfassten Wörterbücher.

Naturforscher wie Humboldt oder das Sprachgenie Adalbert von Chamisso hinterließen uns Texte, bei deren Lektüre es uns vorkommt, als ob wir schon einmal eine Sprache hatten, die mindestens doppelt so reich an Vokabeln war.

Vielleicht hat sie der eine oder andere schon einmal gesehen ... die "Wörterbücher der verlorenen Sprache". Auch im Wörterbuch findet sich oft der Hinweis bei manchem Wort: "altes Wort für ..." oder "veraltet".

Nun gut ... alles fließt. 

Vor einigen Tagen las ich, dass unser Wörterbuch der Deutschen Sprache um einige hundert neue Wortschöpfungen erweitert wurde.

Wortkreationen von Politikern und Journalisten, um dem pandemischen Coronahype einen Namen zu geben. Unworte des Jahres werden gekürt und finden dann ihren Platz im Duden und Co.

Ja, wir sind ja eine Kulturnation, auch mit allen Tiefpunkten geistiger Schöpferkraft.

 

39 Jahre war ich als Lehrer tätig. Immer habe ich versucht, mit allen Schülern ... vom 6. bis 56. Lebensjahr (ja, ich war auch in der Erwachsenenbildung tätig) vernünftig, verständlich und vor allen gesittet zu sprechen. Dabei musste ich so manches Mal gut überlegen, wie ich mich verständlich mache, denn mit einem Erstklässler spricht man schon anders, als mit einem erwachsenen Schüler, der sogar schon Berufsabschlüsse nachweisen kann.

Verdutzt war ich nicht selten im zweiten Teil der Berufslaufbahn, wenn mir jugendliche Schüler ab und zu sagten, warum ich immer so einige seltsame Worte verwenden würde. Ich hatte viele Jahre vorher schon solche Worte in Klassen mit Grund- und Mittelschülern verwendet und die hatten mich eigentlich immer verstanden.

Gut, ich gebe zu, dass ich auch nicht immer "gecheckt" habe, was Jugendliche so vor sich hin "denglischten", aber das ist das Grundrecht der Jugend in allen Epochen .... die Geheim-Codes.

Das Fernsehen (und ich schaue mit dem Ziel der eigenen geistigen Gesunderhaltung kaum noch TV) ...

ja das Fernsehen ist mit moderner deutsch-englischer Fantasie-Mischsprache "voll im Trend" ... und "echt voll easy ... sorry".

 

Ich komme zum Ausgangspunkt zurück: 

Verfall ... eine sich im Verfall befindliche deutsche Sprache.

Sie wird im Moment insbesondere von Politikern gepflegt.

Da meine ich noch nicht einmal die bedauernswerte Person des Karl L., der trotz extremer Schwierigkeiten im nachvollziehbaren Satzbau immer wieder in Gesprächsrunden eingeladen wurde und dem seine Partei-Kollegen jetzt sogar einen Ministerposten geschenkt haben. Ich habe ja den Verdacht, dass das in der augenblicklichen Situation kein anderer machen wollte. Wir kennen den Spruch: "Hannemann, geh du voran, du ...."

Ein "Bauernopfer", wenn die ganze pandemische Politik vielleicht dann doch "in die Hose geht".

Aber eine ehemalige Kanzlerin und der jetzige "K-Er", sie sprechen vom Virus, wie von einem Lebewesen und 

mit uns, wie mit kleinen Kindern oder Patienten...

und von Zukunft als Licht am Ende des gekrümmten Berg-Auf-Und-Nieder-Tunnels.

Und das Virus "rauscht heran", "verzeiht keine Lässigkeit", " wir müssen schneller als das Virus sein". 

Kritiker der gesellschaftlichen Zustände werden zu "Tyrannen, Blinddarm, Abschaum, Mob, Rechtsoffenen Demokratiefeinden, Idioten, Gefährdern".

Das werbegeschädigte Publikum nimmt das alles schon nicht mehr als primitiv und demagogisch wahr. Denn wenn man gewöhnt ist, den Spruch Goethes: "Hier bin ich Mensch - hier darf ich's sein" an Supermärkten verwandelt in:

"Hier bin ich Mensch - hier kauf ich ein" ohne Widerspruch und einem flauen Magengefühl zu akzeptieren, dann ist vielleicht bald der Spruch: "Schlagt sie, die Volksvertäter, die Querulanten, die Leugnerbrut" bald Schlachtruf der selbst ernannten Vernünftigen.

 

Ich wünsche uns einen guten Start in das Jahr 2022 ...

363 Tage des "dritten pandemischen Kriegsjahres" wollen noch überlebt werden.

4.1.2022 - W. Schieweck

Man stelle sich mal vor ...

 

es gäbe plötzlich keine Nachrichten mehr.

Keine Hofberichtserstattung, keine neuen Ideen, Ahnungen, Voraussagen, Prophezeiungen und keine Panikmache aus der lauterbachschen Glaskugel.

 

Ich denke, dass Millionen Corona-Medial-Infiziert-Gläubige völlig hilflos überlegen würden, ob sich ein Weiterleben eigentlich  jetzt noch lohnt.

Das wäre vielleicht ... nein ganz sicher die selbe Situation, wie bei einem herrenlosen Hund, der seinem Herrchen entfleucht ist und dann ängstlich hinter einem Busch sitzend, darauf hofft, dass das Herrchen schnell wieder mit der Leine kommt.

 

Man stelle sich vor - die Regierung wäre einige Zeit mal nicht präsent.

 

Für mich gesprochen ....

meine Angst, dass jetzt die Gesellschaft, also Wirtschaft, Kultur und  Bildungswesen, Verwaltung, Verkehr und Medizinversorgung zusammenbrechen könnten, die hält sich in engsten Grenzen.

 

Jeder hat schon einmal erlebt, dass ....

in einem Bereich des Arbeitslebens, in dem eigentlich jeder seinen Aufgabenbereich kennt und die Arbeitsprozesse gut koordiniert, selbstverantwortlich und fachlich fundiert durch jeden Mitarbeiter ausgeführt und gestaltet werden, dass dort manchmal das Fehlen der Firmenleitung, einer Direktion oder Institutsleitung (auch auf längere Zeit) kaum spürbar ist.

Ich will damit nicht sagen, dass Leitung, Führung und Koordinierung von Arbeitsprozessen unsinnig ist ...

aber manchmal ist es wirklich so, dass zentrale Leitungsebenen eher in den Bereich: "verzichtbar" fallen. Vorausgesetzt ist natürlich, dass es funktionierende Verantwortlichkeits- und Informationsstrukturen gibt.

Auch Regierungen sind manchmal ... wir hatten das vor Jahren .... da dauerte die Regierungsbildung fast ein Jahr ... 

auch Regierungen sind manchmal die besten, wenn sie nicht da sind oder Pause machen.

 

Nun stellen wir uns doch einfach mal vor.

Unsere Regierung würde für ein halbes Jahr Urlaub machen.

Malediven ... Osterinseln ... ganz weit weg. Smartphone bleibt in Berlin.

Was würde mit der Wirtschaft passieren?

Was mit Außenpolitik und Handel?

Ganz sicher ist es doch so, dass die dort etablierten Strukturen völlig autark funktionieren.

Vielleicht am wenigsten bei der Außenpolitik. Aber da wäre weniger Provokation und mehr Gespräch ( was ja sowieso die in der "zweiten Reihe" machen ) sowieso wichtiger.

 

Und Corona?

Keine Zahlen, Tabellen, Hochrechnungen, mathematische Modelle.

Wieder ruhige verantwortungsvolle Arbeit in Krankenhäusern.

Kein politischer Druck und Statistiken, keine Bettenprämien und Schweigeverpflichtungen.

Rückkehr zum normalen Alltag, an den wir uns ja zum Glück noch erinnern können.

Theater, Kneipen, Geschäfte, Sportstätten, Reisebüros und Hotels ...

alles wieder offen.

Die Polizisten könnten wieder ihrer eigentlichen Berufsethik folgen, dem Schutz der Bevölkerung und dem Kampf gegen Kriminalität.

 

Und jeden Tag wieder ....

wie auch früher (rein statistisch) 2500 Menschen, die sterben. Ganz offiziell entsprechend unserer Bevölkerungszahl und Alterspyramide.

Aber diese Zahlen würden nicht im der Zeitung stehen. Auch nicht die Prozentsätze der Verkehrstoten, Kreislaufkollapse, Krebstoten, Krankenhauskeimopfer, Suizide, Alkohol und Nikotin-Opfer, der ....

 

Eben der ganz normale Alltag mit Leben und Tod.

 

Aber vielleicht .... ich sagte es schon ...

wären Millionen Menschen völlig überfordert von der Freiheit.

 

"trainiert wie Hunde an der Leine"

5.1.2022 - W. Schieweck

impfung ... booster ...

(kann nach der Melodie von "Kuckuck und der Esel" gesungen werden)

 

impfung ... booster ...

ruft's aus dem park,

auch aus dem radio,

sportclub und baumarkt.

tönt es - 

dröhnt es- 

in unser hirn.

 

booster ... booster ...

ruft's aus berlin,

nur mit der spritze,

testung und maske,

gibt es -

ein morgen -

leben wir all.

 

exit ... exit ...

ruft's  von der Straß'.

wir sind doch menschen,

lasst und doch leben,

längst sind -

wir schon -

g'sund und immun.

6.1.2022 - W. Schieweck

Habe die Franzosen

 

so manches Mal in meinem Leben bewundert.

Da gab es die Geschichte der Revolution. Die gnadenlose Entmachtung der feudalen Tyrannen. Aber auch den Grusel der kleinbürgerlichen Diktatur mit allen Perversionen revolutionärer Neugestaltung der Gesellschaft. Da war meine Hochachtung für die Franzosen bezüglich des Umgangs mit Kaisern und Königen, die gleichzeitig Despoten und Erneuerer waren und trotzdem vom Volk verehrt wurden. Hinzu kam meine Sympathie für geschichtliche volksdemokratische Meisterleistungen ( wenn auch manchmal von Misserfolg gekrönt ) wie die Kommune ( 1870 ) und die Resistance nach 1940). 

Von der Kultur, der Musik, Filmen, Schriftstellern, Dichtern, dem wunderschönen Paris, der Lebensart und Weltsicht der französischen Menschen und den herrlichen Landschaften im Süden war ich stets fasziniert.

Und dann diese "nonchalance" .... die der Deutsche bewundert, aber nie leben könnte.

Einer der Höhepunkte meiner Hochachtung war auch immer wieder die Bereitschaft des französischen Volkes, in Zeiten des Unrechts auf die Straße zu gehen und im Extremfall die Gesellschaft mit Generalstreik an den Rand des Zusammenbruches zu bringen.

Nicht zu vergessen ... der französische Mahner Stephane Hessel, der vor 10 Jahren sein Volk und die Nachbarvölker mit seinen Schriften zu mehr bürgerrechtlichem Widerstand gegen tyrannischen Machtmissbrauch ermutigte.

Seit mehr als einem halben Jahrzehnt herrscht im Nachbarland Ausnahmezustand. Die Begründungen fanden sich nach 9/11, der Finanzkrise, einigen Terroranschlägen und der 20/21er "Gesundheitskrise" Schlag auf Schlag und der Anblick von Militär im öffentlichen Leben ist Alltag geworden.

In dieser Hinsicht ist Frankreich dem deutschen Staatswesen ein paar Schritte voraus. 

In den letzten Monaten sah ich in Videodokumentationen singende und tanzende Menschen auf den Straßen, in Bahnhöfen und friedlich, lautstark protestierende Menschen, die sich gegen staatliche Repression zur Wehr setzten. Dabei fiel immer auf, dass sich Franzosen nicht dividieren lassen und dass sie sich (überwiegend) als ein Volk verstehen.

Die Polizei und das Militär blieb in vielen Fällen zurückhaltend, beobachtete und kontrollierte relativ dezent.

Neuerdings wird aber auch brutal geprügelt, verhaftet und bestraft.

Da sieht man plötzlich Bilder, die man vorher nur in den Nachrichten gesehen hatte und die Länder betrafen, die von uns immer so gern als Schurkenstaaten bezeichnet werden.

Einen neuen Höhepunkt erlebte Frankreich jetzt am 5.1.2022.

Der Staatspräsident verkündet seinem Volk, dass er Ungeimpfte nicht mehr als Bürger akzeptieren kann und dass er bereit sei, mit staatlichen Repressionen die "Verweigerer" bis zum "bitteren Ende" zu quälen und zu drangsalieren.

Mir scheint, dass seit 2 Jahren das Grundverständnis von politischer Führung in Gesellschaften der westlichen Wertegemeinschaft eine Form angenommen hat, die als volksfeindlich und antidemokratisch, autoritär und diktatorisch daherkommt.

Ich hoffe, dass die Franzosen auf den Straßen und Plätzen, in den Schulen, Firmen, den Bauernhöfen, den Verwaltungen und Verkehrsbetrieben, den Wasserwerken, Kraftwerken und dem Handel der Zerstörung der demokratischen Werte das entgegensetzen, was in Deutschland unmöglich ist ....

den nationalen Generalstreik.

Liebe Franzosen ... ihr seid unsere Hoffnung. 

Wir können das nicht. Unsere Geschichte war anders als eure.

Rettet die Farben der Trikolore!

7.1.2022 - W. Schieweck

ich

 

Ich geh im Städtchen

... so vor mich hin,

spazieren gehen

... 's war mein Sinn.

Schon lang' mach' ich das

... und 's tut gut.

Die Luft und Ruhe

... gibt Lebensmut.

Dabei war mir

... noch niemals bang.

Spazieren gehen

... 's ist kein Zwang.

Man tut es gern

... oder lässt es sein.

Ich fühl mich wohl

... zu zweit, allein.

Nun las ich doch

... an einem Tag,

vor Wochen war's

... auch Schnee mal lag.

Spazieren geh'n,

... das tut man nicht,

verboten jetzt,

... man Recht verletzt.

Wer schweigend geht,

... so einfach still,

der protestiert,

... den Streit er will.

Der Staat muss schützen,

... spritzen, testen,

Gesundheit schaffen,

... mit Booster-Waffen.

 

Auch Staatsschutz, 

Ämter,

Bundeswehr.

Sie helfen 

allen Guten sehr.

Der Staat der wacht,

er hat die Macht.

Wir brauchen keine Freiheit mehr.

Es folgen 3 Texte - Sie stehen im Zusammenhang - und sind eine zusammenhängende Geschichte ohne Anfang und Ende

8.1.2022 - W. Schieweck

Weihnachten 2032

(ein Blick in die eisgrüne Glaskugel)

 

Zum Glück ist es in diesem Jahr mal etwas wärmer, brummt der Papa in seinen Bart.  So können der Vater, seine Tochter und der Sohn am 24.12. sogar vor der viel zu engen Holzhütte, in der nur ein Schlafplatz für die ganze Familie Platz findet, im Freien sitzen und beim Schein einer einzigen Kerze zusammen mit anderen Müttern, Vätern und deren Kindern, die in der Nähe ihre Hütten bewohnten, das schöne Lied "... vom Himmel hoch ... " singen. Mutter ist noch einmal unterwegs, denn irgendwo am Ende des Ortes soll es heute sogar etwas Brot geben und nur Frauen sind zur Abholung von 2 Scheiben pro Person zugelassen. So sitzt also der Vater vor der Hütte , kocht auf dem offenen Holzfeuer die Rübensuppe, schnitzt einen Löffel und zeigt den Kindern, wie aus einem Ast mit viel Mühe und natürlich Geschick ein solches Kunstwerk entstehen kann.

Zu kaufen gibt es keine mehr, seit die Regierung der grünen Klima-Göttin Anna jeden Import von Erz, Kohle, Öl und Gas auf einen Nullpunkt herunter gefahren hat.

Das Land wurde mit dem Ziel der Rettung der Natur schon vor vielen Jahren auf Null-Co2-Ausstoß eingeschworen, was zur Folge hatte, dass die Menschen ihre Bedürfnisse auf ein absolutes Minimum der "Solidarischen Verantwortung gegenüber der Natur" reduzieren mussten.

Noch immer redet sie und ihre Mannschaft von unaufhaltsamer tödlicher Erwärmung, was aber seit 2022, nach dem Schließen sämtlicher Kohle, Atom und Gas/Öl-Kraftwerke, zur Folge hatte, dass die Jahresdurchschnittstemperaturen stetig nach unten gingen. Im 11. Jahr der "Zukunftsregierung" war der Sommer der kälteste seit Jahrhunderten.

Jetzt gibt es seit langem schon keine Städte mehr, keine Dörfer mit Eigenheimen, keine Industrie, keine Fahrzeuge und keine sinnlose Produktion von Strom.

Zum Glück ist es also jetzt am Heiligabend nicht so kalt wie im Jahr vorher und Null Grad Temperatur lässt sich mit Händeklopfen und Kniebeugen aller 5 Minuten einigermaßen aushalten. Das wissen die Älteren noch aus der Zeit der "Guten Angela".

Einen Weihnachtsbaum hat die kleine Familie schon seit Jahren gratis, denn die Hütte steht am Waldesrand und die Kinder haben  kleine Schneebälle geformt und ganz geschickt auf den unteren Zweigen platziert, so dass sie wie glänzende Kugeln im Licht funkeln.

"Es ist schon eine schöne Stelle, an der unsere Hütte steht", sagt die Tochter leise zum Papa. Der nickt und der Sohn ergänzt: "gut dass wir nicht in den alten verlassenen und zerstörten Steinhäusern leben müssen, wo sich die Menschen ständig um einen Platz zum Schlafen streiten müssen.

Hier ist es viel schöner.

Da kommt auch die Mutter zurück und versteckt ihr Gesicht noch mehr unter der obligatorischen Voll-Gesichts-Maske, damit niemand sieht, dass sie bitterlich weint. Leise erzählt sie ihrem Mann, dass sie 4 von den 8 Scheiben Brot, die sie für ihre Familie als Zuweisung bekommen hatte, an der Grenze zum Ort abgeben musste, weil sie die Maske nicht vorschriftsmäßig über die Augen gezogen hatte. Da halfen auch keine Erklärungen, dass sie nicht mehr richtig sehen kann und Angst habe, zu stürzen.

Der Mann tröstet seine Frau und flüstert ihr zu, dass er etwas versteckt habe, was jetzt alle  gemeinsam zum Fest essen können. Im Wald hat er an einer Lichtung einen Obst-Baum entdeckt, an dem doch tatsächlich noch einige Äpfel hingen. Die hatten es vom Herbst bis zum Winter an den Ästen ausgehalten. Niemand von den Nachbarn hatte sie dort im Wald gesehen. Der Vater holt sie aus der Hütte, wo er sie unter der Strohmatte versteckt hat.

Er nimmt zwei der Äpfel, bricht sie in Hälften und still und ganz, ganz langsam genießt die kleine Familie das Festtagsmahl.

Aus einer weit entfernten Hütte erklingt "Stille Nacht". Etwas verquer auf einer selbst gefertigten Holunderflöte gespielt, aber mit Gesang und weiteren Stimmen aus verschiedenen Richtungen, die sich hinzu gesellen, klingt es friedlich.

Alle hoffen, dass es in dieser Nacht weiterhin so angenehm warm bleibt und die Temperaturen nicht unter 0 Grad fallen.

 

10.1.2022 - W. Schieweck

Schreiben und Lesen 

 

Aber der Wunsch erfüllte sich nicht für die Menschen am Waldrand und bei nächtlichen Temperaturen von 5 Grad unter Null half nur enges Zusammenkuscheln auf den Strohmatten. Eine wichtige Technik des Wärmens, vor allem für die Kinder, war für diese kleine Familie immer wieder die Nutzung von Zeitungspapier, das unter der Kleindung getragen, die Körperwärme isolierte. Das funktioniert bei den Kindern besonders gut, weil sie im Unterschied zu den Eltern sogar zwei alte Schlafsäcke nutzen konnten. 

Und Zeitungspapier, das gab es zur Genüge, weil jede Wohngemeinschaft, jede Familie täglich einmal die Neuen Mitteilungen der "Zukunftsregierung" bekam, in der diese Regierung über den Kampf und die Erfolge im Krieg gegen die Pandemie berichtete. auch gab es in dieser Zeitung immer die neuesten Meldungen zu Verhaltensweisen, Geboten und Verboten, so dass keiner die schlimmen Fehler der Vergangenheit wiederholt.

Der Winter dauerte bis Mitte März und bei viel Schnee und Eis gab es vor allem für die Kinder viel Spiel und Spaß an der frischen Luft.

An die Masken hatte sich alle Kinder und Erwachsenen so gewöhnt, dass kaum jemand bereit war, sie abzunehmen. Es gab auch keine Anweisungen mehr, die Menschen trugen sie pflichtbewusst, freiwillig und glaubten ganz fest an die gesundheitsfördernde Wirkung.

Immer am Monatsanfang wurde geimpft, so dass alle Menschen beruhigt ihrem Tagewerk nachgehen konnten.

Ungeimpfte Menschen gab es in der Öffentlich nicht mehr. Sie lebten isoliert in einer abgegrenzten Kolonie im Wald, die auch von Soldaten der "Zukunftsregierung" gesichert wurde.

Nun waren aber irgendwann die kalten Tage vorüber und in der kleinen Dorfkolonie begann für die Kinder wieder die Zeit der Schule.

Längst gab es schon wegen der Pandemie von 2020 bist 2029 keine kommunalen, staatlichen Schulen mehr. Die letzten Schulabgänger waren Jugendliche, die nach 8 Jahren Schulzeit fast 90 % der Schulzeit zu Hause vor Computern und TV-Bildschirmen verbracht hatten und dann als 15- jährige weder richtig schreiben, lesen und rechnen konnten. So wurde das Schulsystem aufgelöst und an die Eltern angegeben.

Damals 2029 mussten auch alle, die noch irgend ein technisches Gerät ähnlich einem Computer besaßen, diesen abgeben. 

Es war auch das Jahr, in dem das öffentliche Stromnetz abgeschaltet wurde. Nur noch in amtlichen Gebäuden und in den unterirdischen Bunkern der Verwaltung und Regierung gab es Strom.

Die Kinder unserer Familie, von der dieser Text berichtet, waren gerade mal 4 und 5 Jahre alt und wussten noch nichts von Schule. Doch gelernt hatten sie schon viel.

Vor allem wussten sie vieles über Pflanzen, über Kartoffelanbau und das Filtern von Wasser zum Trinken.

Zum Glück befand sich aber im Wald eine Quelle mit gutem Wasser, an der jeder Bewohner des Gebietes Wasser abholen konnte. Diese Stelle wurde immer abwechselnd von 2 Männern bewacht, um zu verhindern, dass sie zerstört oder vergiftet wird.

Beide Eltern waren arbeitspflichtig und  deswegen oft bis zu 10 Stunden unterwegs. In dieser Zeit wurden die Kinder der Umgebung von den Ältesten betreut. Für die Arbeit auf Feldern, im Steinbruch, im Sägewerk und der Bäckerei bekamen die Erwachsenen nach einem Punktesystem Gutscheine, die dann gegen Waren, wie z.B. Brot, Kleidung und Kerzen eingetauscht werden konnten.

Das gesamte Leben ähnelte dem, was die Älteren (als Kinder im Schulunterricht) über die Lebensweise im 13. Jahrhundert erfahren hatten.

Dieser Schritt zurück sei eine wunderbare Alternative zur  Überfluss- und Verschwendungsgesellschaft der alten Zeit, so hatten es die Anführer der Zukunftsregierung proklamiert und mittlerweile empfand fast jeder Mensch, egal ob alt oder jung, dass man auch so wie früher nicht hätte weiter leben können. Der Mensch der alten Zeit war ein Zerstörer der Natur, das galt als Zusammenfassung und Losung für die Erinnerung an früher.

So wussten die Eltern, die noch eine Schulbildung erlebt hatten, jetzt ganz genau, was sie ihren Kindern beibringen wollten um in dieser neuen Zeit zu überleben und eventuell sogar Verantwortung zu übernehmen.

In jedem Fall sollten die Kinder schreiben lernen sowie lesen und rechnen. Sie sollten etwas erfahren über wichtige Techniken des häuslichen Handwerks und des Gartenbaus. Dazu hatten die Eltern selbst einige Kenntnisse und Fähigkeiten entwickelt und die wollten sie unbedingt an ihre Kinder weiter geben. Auch hofften sie auf die Möglichkeit, in der Dorfgemeinschaft so oft, wie nur möglich, die Kinder gemeinsam zu betreuen und zu unterrichten. Jeder Erwachsene sollte etwas von seinen Erfahrungen und von seinem Wissen weiter geben.

Eine ganz besondere Quelle alten Wissens der vergangenen 500 Jahre wurde vom Pfarrer der alten Kirche bewahrt: die Bücher der alten Leihbibliothek. Diese war auch schon seit vielen Jahren, in denen der Computer die Bücher als Quelle des Wissens verdrängt hatten, kaum noch genutzt worden. Alle Bücher sollten entsorgt werden und kaum noch jemand hatte sich in die Innenräume gewagt. Auch die Kirche war in der Pandemiezeit geschlossen, weil sich dort in den Innenräumen das Virus ungehindert ausbreiten konnte. Jetzt war sie verfallen und diente als Stall für Tiere.

Der Herr Pfarrer hatte die Bücher gerettet und in der Krypta der Kirche, die noch gut erhalten war, lieh er Bücher an Menschen aus, die gern lesen wollten. Auch er hatte sich bereit erklärt, den aufwachsenden Kindern, das Lesen und Schreiben beizubringen, soweit das die Eltern wünschten.

Er war auch der Einzige, der noch ein Musikinstrument aus alter Zeit besaß. Das war eine Gitarre, auf der er an manchem Abend vor der verfallenen Kirche spielte. Fast alle Kinder hatten schon den Wunsch geäußert, bei ihm das Gitarrenspielen zu lernen.

12.1.2022 - W. Schieweck

Weltsicht 2034

 

Jetzt sind sie seit einiger Zeit wieder da ... die klassischen Windmühlen. Windmühlen der Art, wie man sie noch weit bis in das 20. Jahrhundert hinein als historische Denkmäler in dörflichen Landschaften finden und anschauen konnte. 

Nun waren sie wieder in der alten Bauweise aus Holz und Eisen errichtet worden. Auf Hügeln, die von den Menschen der Dörfer künstlich geschaffen wurden, wenn es keine natürlichen Anhöhen gab. Das war eine sehr mühsame Arbeit, weil die Erde anderenorts ausgegraben und dann von dort her transportiert werden musste. Zum Glück gab es als Zugabe viel Schutt von zerfallenen Steinbauten, der als Füllmaterial gute Dienste leistete. In so manchen Hügel wurden Bunker eingebaut, die im Notfall als Schutzraum dienen sollten.

Und oben auf diesen Hügeln, da standen sie nun, die Windmühlen der 3. Generation. Sie waren die Produktionsstätten für Mehl, das jetzt wieder mit Hilfe der Naturkraft Wind hergestellt wurde und die Windmühlen wurden auch für die Generierung von Strom genutzt, den die Menschen in den Werkstätten und Manufakturen brauchten.

Alle modernen Windräder der Wind-Parks aus der Zeit um die Jahrtausendwende waren wegen ihrer schlimmen Wirkung auf die Böden und die Tier- und Pflanzenwelt "geschliffen" worden. Ein nationales und auch internationales Stromnetz gab es nicht mehr. Jede Siedlung stellte nur so viel Strom her, wie die Naturkräfte es möglich machten.

Damit der Wind stark genug ausgenutzt werden konnte, mussten die Menschen die Hügel so hoch wie möglich aufschütten. Von der Höhe der Hügel war die Aussicht auf die Landschaft möglich und die Menschen meinten, dass sie eigentlich auch gar nicht mehr von der Welt kennen wollten, als über den Teil der Umgebung, die man von da oben sehen konnte.

Verkehrsverbindungen gab es zwar noch, aber keine Fahrzeuge. Transporte von besonderer Bedeutung übernahmen die Militär- und Polizeitruppen, die noch über einen kleinen Fuhrpark von Pferdewagen und sogar alten Elektrofahrzeugen verfügten. Doch Aufladung von Elektrobatterien war mit dem schwachen Windmühlen-Strom sehr aufwändig und dauerte lange.

Die Menschen hatten also eine Weltsicht, die über diesen Umkreis von zirka 5-10 Kilometern nicht hinausreichte. Mehr war aber auch nicht nötig und die Angst vor Gefahren durch Ansteckung und Übergriffe brachte mit sich, dass kaum jemand irgend einen Gedanken an weitere "Ausflüge" verschwendete.

Auch die Werkstätten, die Ställe und Felder lagen in unmittelbarer Nachbarschaft.

Es kam natürlich auch einmal vor, dass die älteren Bewohner am Lagerfeuer, besonders dann, wenn sie etwas vom selbst gebrauten Bier oder eigenen Wein getrunken hatten, ...

dass sie von Reisen sprachen, die sie in ihrer Jugend oder im frühen Erwachsenenalter gemacht hatten. Immer waren aber diese Berichte eine Mischung von faszinierender Erinnerung und Abscheu vor den Gefahren, denen sie sich unwissend ausgesetzt hatte. Gut, dass so etwas in der neuen Zeit der Vernunft und ökologischen Lebensweise nicht mehr möglich war. 

Den Kindern vermittelten die Älteren auch immer wieder, vorsichtig zu sein und sich nicht zu weit von zuhause zu entfernen.

Wenn Kinder fragten, was denn hinter den Wäldern und Windmühlen-Hügeln liegt, dann wurden die Alten sehr ernst und sagten: "das wollt ihr nicht wissen, es ist das Grauen, es ist der Tod". Geht ja nicht zu weit weg, sonst werdet ihr sterben!

Im Dorf gab es ja auch alles. Den nahen Wald, die Wiesen und Felder und viele Seen, die sich durch den Aushub der Erde für die Windmühlen-Hügel gebildet hatten. 

Niemand musste lange Zeit ernsthaft hungern, auch wenn das Essen knapp war und es auch Tage ohne Essen gab. Aber es reichte um zu überleben. Ebenso war es mit der Kleidung. Eine Hose, ein Hemd und eine etwas wärmere Jacke reichte für 10 bis 15 Jahre. Für den Winter gab es sogar wärmere Schuhe aus Filz, Schafwolle oder für trockene Tage aus geflochtenem Papier. Und Papier, ich hatte es an anderer Stelle berichtet, das gab es als Zeitung. Jeder sammelte das Papier und nutzte es auf vielfältigste Weise. Selbst undichte Stellen der Holzhäuser konnten mit Papierbrei repariert und ausgebessert werden.

Ein Geheimnis für die Menschen blieb weiterhin, wie die Anführer der Zukunftsregierung und die Beauftragten, die Staatsbeamten in den dörflichen Gegenden eigentlich lebten. Über die Zeitungen hatten die Menschen erfahren, dass sie ein schweres Leben voller Verantwortung für das Volk meistern müssen. Dass sie rund um die Uhr für das Wohl des Volkes tätig sind und dass mit hochspezialisierten Wissenschaftlern und Ärzten an der ständigen Verbesserung der Impfstoffe gearbeitet wird.

Eines wusste man nur, dass es Bunker sind, in denen sie geschützt vor Feinden im Inneren und ausländischen Konkurrenten arbeiten und leben.

Das Vertrauen in die Führung war so tiefgründig, dass niemand an der Ehrlichkeit und Professionalität der Zukunftsregierung zweifelte.

Und die Menschen redeten sich auch ein, dass es doch furchtbar sein musste, ständig abgeschlossen und isoliert in den Bunkern zu leben. Aber die Tätigkeit der Lenkung und Leitung des gesamten Lebens, die Produktion von Medikamenten, den Druck der Zeitungen und die damit verbundenen Maßnahmen zum Schutz der Menschen, das erforderte Sicherheit, Ruhe und Isolation.

So verdrängten die Menschen Grübeleien über das Leben der Auserwählten und kümmerten sich um ihr eigenes Dasein, das täglich Brot und ihr Dach über dem Kopf.

Dass sie von jedem Produkt, dass sie im Handwerk, in der Tier- und Pflanzenproduktion und bei Holz- und Steinmaterialien die Hälfte an die Regierenden abgeben mussten, das empfanden sie als gerecht.

Dafür bekamen sie Schutz und Medizin.

Einmal in der Woche trafen sich deshalb auch alle, vom kleinsten Kind bis zum Greis zum Dankgottesdienst an der Dorfglocke (die Kirche hatte schon lange keinen Glockenturm mehr) und beteten für Weisheit und ein langes Leben der auserwählten Zukunfts-Regierung.

 

13.1.2022 - W. Schieweck

Modelle

für Kriegsführung .... gibt es so etwas?

 

Ja ... das gibt es seit tausenden von Jahren ... und sogar Bücher über "Kriegskunst".

Heute weiß man.

Die beste Strategie ist .... alles zu tun, damit es nicht zum Krieg kommt. Weil ...

ja auch das wissen wir: 

er wäre für alle Seiten der Letzte.

 

Jetzt führt (angeblich) die ganze Welt einen Krieg gegen Viren und Mutanten.

 

Und heute las ich, dass die Bundesregierung verschiedene Modelle einer geplanten Impfpflicht diskutiert.

Bedeutet: Modelle der Kriegsführung gegen einen unsichtbaren Feind. Einen Feind, den die Bekämpfer selbst geschaffen haben. Einen Feind, von dem behauptet wird, dass er in neuen Wellen und Varianten immer wieder kommt.

Ein unbesiegbares Phänomen.

 

Jetzt also:  Beratung verschiedener Strategien des Krieges.

 

Das wäre genau so, als wenn ab sofort die Atomwaffenländer diskutieren würden, ob sie ...

  • erst im Sommer oder sofort jetzt handeln wollen
  • jedem nur der Einsatz einer Atombombe gestattet ist oder mit einer Anzahl gemessen an der Bevölkerungsgröße
  • ob man sich gegenseitig vorher noch informieren sollte oder den Überraschungsangriff bevorzugt.

 

Mein Vorschlag:

Wir werfen unsere Verfassung nicht über den Haufen und überlassen wieder den Wissenschaftlern, Ärzten und den Menschen selbst, sich zu informieren, zu beraten und persönlich zu entscheiden.

 

Meine Bitte an die Politik:

Schluss mit Propaganda, Machtspielen, Angriffen gegen persönliche Freiheiten, Vetternwirtschaft, Kumpanei mit der Pharmaindustrie ...

 

Zurück zu dem, wofür Regierungen von uns gewählt sind:

 

Soziale Marktwirtschaft, Sozialpolitischen Ausgleich, dem gesellschaftlichen Fortschritt dienende Wissenschaftsförderung, Kultur-und Bildungspolitik ...

eine verantwortungsvolle Gesundheitspolitik ohne Gewinnmaximierung ...

Friedenspolitik und internationale gleichberechtigte Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil.

16.1.2022 - W. Schieweck

doof ... doofer ... am ...

 

Es ist ein Phänomen des gesamten Westens ...

der so genannten westlichen Demokratien. 

"doof ... doofer ... am westlichsten".

 

Ich bin mir sicher, ... ganz sicher, 

dass es den Begriff: "rechtswidriger Spaziergang"

nur bei uns gibt. Ebenso den:

  • "Spaziergang mit stummen Protestabsichten", 
  • "das unerlaubte Treffen zweier ungeimpfter Personen" 
  •   und "rechtswidrigem Verweilen ohne Nasen- und Mundschutz an einem Ort",
  • sowie "unmaskierter Spaziergänger"

Das Schlimmste dabei ist eigentlich nicht nur, dass es tatsächlich Ämter, Verwaltungs-Beamte, Politiker und Polizeibehörden gibt, die solche Begriffe kreieren und dann Menschen damit zurechtweisen, drangsalieren und bestrafen.

Nein!

Viel schlimmer ist, dass es keinen gesamtgesellschaftlichen Aufschrei gibt!

Einen Aufschrei  bei jedem Bürger, in den Medien, bei den sich demokratisch nennenden Altparteien.

Die Mehrheit der Menschen schluckt das und nicht wenige von ihnen findet das sogar gerechtfertigt.

 

Die Südafrikanischen Behörden haben nach 5 Wochen Kontakt zur "tödlichen Omikronvariante" festgestellt, dass zur "Bekämpfung" kein staatlich, administratives Mittel taugt. Mediziner haben keine schlimmen Gesundheitsfolgen feststellen können und sind der Auffassung, dass die Mehrheit der Menschen bereits ohne Symptome infiziert war und die "Pandemie" überstanden hat.

Es wurde beschlossen, die Corona-Schutzbestimmungen Schritt für Schritt zurückzufahren.

Bei uns ... wird von Afrika dann in den Nachrichten berichtet, dass es dort Millionen positive Tests gab ... so viele wie nie zuvor .... ohne die Vergleichszahlen zu nennen (Gesamtbevölkerung) .... 

Mit etwas einfacher Mathematik stellt man fest, dass die Zahlen der Postiv-Tests und Erkrankungen bei uns um ein Vielfaches höher sind.

Wobei wir seit 2 Jahren wissen, dass die Tests sehr unsichere Methoden sind und eigentlich keinen Wert haben. 

Kaum irgendwo anders sind so wenige Menschen geimpft wie in Afrika, was natürlich nicht in die Strategie der WHO passt. Westliche Länder versprechen sofort Lieferungen von Impfstoffen .... am besten überlagerte.

Aber die Menschen in Afrika ... 

sie sehen zwar manchmal so aus wie wir und die Menschen, die in Europa leben ... 

aber ...

sie sind nicht so dumm wie wir .... sie entsorgen den überlagerten gefährlichen Schrott sofort.

Nirgendwo (bezogen auf die Einwohnerzahl) gibt es weniger Todesfälle bezüglich "Covid ... x y z".

 

Dafür aber leider Gottes seit Jahrzehnten Millionen Tote durch schlimmste Dürre und Hungerkatastrophen, Bürgerkriege, grausamste Ausbeutung zugunsten der westlichen Welt. Hunderttausende sterben an Mangel und Hygiene-Krankheiten sowie durch Epidemien, die bei uns schon als ausgestorben gelten ... 

 

Aber ...

das interessiert uns doch nicht.

Bei uns gibt es immer eine Agenda (welch abgedroschener Begriff) ... und die heißt seit 2 Jahren: : "Krieg gegen Corona-Viren".

Wir sind jetzt  .... na eigentlich immer schon ....

"die Guten" auf dieser Welt, wir sind nur der Kriegsführung gegen den Corona-Feind verpflichtet und

belehren die halbe Welt, endlich überall unserem Beispiel zu folgen und unsere Form vorbildlicher Demokratie durchzusetzen und sich endlich im "gesamtgesellschaftlichen Interesse" impfen zu lassen. Die erste Dosis gibts kostenlos. Die nächsten (geplanten) kosten dann ... so ist das bei Dealern.

17.1.2022 - W. Schieweck

Da ist er ...

der alte ... neue ... Begriff: Staatsfeind.

 

Diesmal (im Jahr 2022) ist ein Begriff in der politischen Sprache der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft. Diese bestimmt jetzt den "alten" Begriff neu und alle Parteien der "Koalition der Vernünftigen" (sogar einen großen Teil der Linken eingeschlossen) benennen einen Großteil der Kritiker und Zweifler an der gegenwärtigen Politik als 

"Staatsfeinde".

Der Verfassungsschutzpräsident stellt am 16.1.2022 klar:

"Eine neue Szene von Staatsfeinden formiert sich ... "

 

Diesen Begriff kannte man in der politischen Sprache der modernen westlichen Gesellschaften in dieser Form nicht.

Nicht dass es keine Feinde gab. 40 Jahre war das Bündnis der sozialistischen Länder, die man als Unrechtssysteme titulierte, der Staatsfeind aller Demokratien.

Feinde im Inneren nannte man: Kommunisten, Radikale, Spione, Extremisten, Terroristen.

Aber nicht Staatsfeinde.

 

Diesen Begriff hatten die sozialistischen Länder "gepachtet".

Die westlichen Demokratien vermieden diesen Begriff, auch weil dieser Begriff in der Zeit des Hiltlerstaates in etwas anderer Form Menschen diffamiert hatte, die dem System kritisch oder ablehnend gegenüber standen.

Das waren dann Volksfeinde, Zersetzer der Volksgemeinschaft, kommunistische Spione, "Parasiten im Volkskörper".

 

Wir kennen den Begriff Staatsfeind aus der Geschichte der sozialistischen Staaten.

In der Sowjetunion diente er in der Lenin- und dann Stalinzeit der Brandmarkung von Gegnern der neuen Gesellschaftsordnung.

Da gab es die Feinde des Sozialismus, die Feinde des arbeitenden Volkes und natürlich den kapitalistischen Klassengegner als Staatsfeind.

So war das auch in der DDR. Schnell war man, wenn man Westkontakt hatte und diesen sogar pflegte, eine Verdächtiger, der sich eventuell staatsfeindlich betätigte.

Und die Staatssicherheit hatte immer etwas zu tun.

 

Jetzt im Jahr 2022, dem 73.Jahr der Bundesrepublik, dem 32.Jahr des "wiedervereinten" Deutschlands ....

da entdeckt der bürgerliche Staat den Staatsfeind im Inneren.

Dazu gehören jetzt zirka 20 Millionen Menschen, die einer Zwangsimpfung kritisch gegenüber stehen, Zehn ... ja ... Hunderttausende, die mit Protest-Spaziergängen und Demonstrationen auf ihre Unzufriedenheit aufmerksam machen. Dazu gehört eine im Bundestag vertretene Partei, die demokratisch gewählt wurde und die politische konservative Ziele auf ihre Fahnen schreibt, so wie man sie aus der bundesdeutschen Politik-Geschichte kennt, die auch von CDU, CSU, FDP und sogar SPD vertreten wurden. 

Zumindest in den ersten vier Jahrzehnten nach 1949.

 

Das Eintreten für ...

  • Verfassung
  • Rechtsstaat
  • Körperliche Unversehrtheit
  • gesundheitliches Selbstbestimmungsrecht
  • informationelles Selbstbestimmungsrecht
  • Meinungsfreiheit, Koalitionsfreiheit, Demonstrationsfreiheit, Redefreiheit 
  • für Frieden, Abrüstung, 
  • Recht auf Kritik gegenüber Staat, Politik, Verwaltung

 

... all das ist ab sofort "staatsfeindliche Tätigkeit" ..... oder zumindest "demokratie-verächtlich" ... oder höchst verdächtig und "rechtsoffen"

 

Das Furchtbare an dieser politischen "Verirrung" der "Westlichen Wertegemeinschaft" ist, dass Deutschland kein Einzelfall ist.

Ähnliche Tendenzen der Kriminalisierung eines großen Teils des eigenen Volkes

gibt es beispielsweise in:

Österreich

Frankreich

in einigen Bundesstaaten der USA

in Australien ...

 

Die Krönung der "Verlogenheit" ist dann, wenn deutsche Politiker, Journalisten und Welt-Verbesserer verschiedener Herkunft und Profession ...

anderen Staatssystemen vorwerfen demokratiefeindlich zu sein (was ja viele auch sind) ....

Aber wie heißt es im Volksmund:

"Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen".

18.1.2022 - W. Schieweck

Österreich ....

da kamen und kommen gute Dinge her .... 

 

Mozarts wunderbare Musik

Der Wiener Walzer

Falko's Austria-Pop

Warmer Strudel

Limonaden mit aufputschender Wirkung

Äpfel ...

 

aber auch kranke, menschenfeindliche  Politik.

Das hatte mit dem Herrn Schicklgruber begonnen und setzt sich heute mit einer radikal grün-roten Regierung fort, die sich demokratisch nennt.

Hunderttausende Demonstranten fordern seit Monaten auf den Straßen Rückkehr zu Vernunft, Demokratie und Verfassungsstaat.

Aber eine beratungsresistente Ausnahmezustandsregierung wird in 2 Wochen die Impfpflicht ab 18 gesetzlich fixieren.

Die Folgen:

  • Zwang, Ausgrenzung, Aussperrung eines großen Teils der  Bevölkerung vom öffentlichen Leben 
  • Harte Geldstrafen für Impfverweigerer

und dann ?

  • Bespitzelung und Verfolgung von "Unwilligen"?
  • Haft für Verweigerer
  • Beschlagnahmung, Enteignung von Privatguthaben, Rentenkürzungen
  • Rekrutierung des geimpften Volkes als Aufpasser, Denunzianten, Hilfspoliziisten?

 

Die Blaupause für alles das, was dann auch für Deutschland gelten soll.

 

Wenn das der Alois sehen könnte ...

Wobei ich ernsthaft überlege, wohin er heute politisch tendieren würde. 

Nehammer und Kogler würden ihm sympathisch sein.

Der freiheitlich/konservative Herbert Kickl wäre ihm garantiert suspekt.

19.1.2022 - W. Schieweck

Eine Presse,

die den Namen "Freie Presse" schon lange nicht mehr verdient ...

 

Dass Presse im Sozialismus dem Staat, der Partei, der SED gehörte, das wissen wir ehemaligen DDR-Bürger. Da wurde gelobhudelt, beschönigt, ausgewählt und gestrichen, gelogen und gehetzt .... ja, manchmal auch ganz normal berichtet und geplaudert ... eben unterhalten.

Auch im Westen wurde gehetzt, polemisiert, sicher auch gelogen und ... das war lange der Unterschied zur sozialistischen Presse ...

auch investigativ aufgedeckt, nachgefragt, genörgelt, hinterfragt ... so manche "Schweinerei" in Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft ... aufgedeckt und der Leser- und Hörerschaft als Information zur "freien Willensbildung und politisch-demokratischen Entscheidungshilfe" angeboten.

Für so manchen Journalisten ein gefährlicher Job.

 

Seit 30 Jahren gibt es keinen Systemwettstreit mehr.

Riesige Medienmonopole beherrschen die Informationswege und Inhalte.

Heute gehört die Presse multinationalen Konzernen.

Zeitungsredaktionen und Rundfunkanstalten brauchen nur noch einen Bruchteil der ehemaligen Mitarbeiter und junge Journalisten kämpfen jahrelang um einigermaßen mittelmäßig bezahlte Praktikumsstellen.

Wer gut abschreiben, ohne Recherche schnell phantasieren und den politischen Wünschen entsprechend schnell lobhudeln und polemisieren kann ... der hat gute Chancen auf Verlängerung seiner Anstellung.

Was da heute in den Schlagzeilen der (nicht nur scheinbar) einheitlich agierenden Massenpresse  so zu lesen ist, hat mit Analyse, kritischer Recherche und differenzierter Gegenüberstellung von Auffassungen, Meinungen, Positionen und Problemlösungsstrategien nicht mehr viel zu tun.

 

Am 18.1.2022 ... unsere Außenministerin im Praktikum wird nach Russland geschickt und besucht vorher medienwirksam und provokativ die Ukraine.

Hätte ihr Vorgänger auch gemacht ... aber ...

der war etwas geübter im schlitzohrigen Verhalten und hatte so etwas "Unberührbares Kaltes".

Da steht sie ... unsere selbst ernannte "Fachkraft für internationale Beziehungen und Völkerrecht" ( zumindest nach amerikanischem Lehrbuch ) und ...

liest ab, verhaspelt sich, verspricht sich "frei nach Freud" ( Presse ... Fresse )

Dass sie wahrscheinlich furchtbare Angst hatte, das sieht man ihr an. Da hilft auch keine gespielte Lässigkeit. Es tut (fast) weh ... sie so zu sehen.

Es drängt sich Mitleid auf und der Stoßseufzer "Armes AnnaLenchen".

Warum hat sie nur diesen " Job" (und das ist er auch nur ... mehr nicht ... Profession schon gar nicht) übernommen?

Eigene Arroganz, Unwissenheit, Überheblichkeit, Naivität ... oder ....?

Wer wollte sie reinlegen?

In Russland (man muss nur mal hören, wie die Presse in Russland schockiert die Hände überm Kopf zusammenschlägt) ist man seltsam überrascht und amüsiert. Natürlich sind ihre russischen Kollegen tolerant und bleiben liebenswürdig zurückhaltend.

Und "Papa Lawrow" erklärt ihr den Inhalt der Minsker Vereinbarungen, nachdem sie sich entschuldigt hatte, das alles noch lernen zu müssen ... sie sei ja neu in dem Job.

Aber garantiert fragt sich so mancher Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft, was sich im Kopf dieser Frau abspielt, wenn sie Russland droht, mit Ultimaten jongliert, Sanktionen androht ....

Von Geschichte  hat Anna ja wenig Ahnung. Das hat sie im Vorfeld der vergangenen 2 Jahre sehr überzeugend bewiesen.

Und Demut, Empathie, kulturelle Kenntnis ... das lernt man nicht in US-amerikanischen Schnell-Lehrgängen.

Ganz sicher war "Lenchen" heilfroh, schnell wieder nach Hause fliegen zu können.

 

Und dann ...

unsere Presse.

Sie feiert den Besuch unserer Außenministerin als vollen Erfolg, ihr Auftreten als souverän und konsequent.

Die Pressetexte strotzen nur so von Unterwürfigkeit und Speichelleckerei.

Eben ... Journalismus 2022.

 

PS

Und dann gibt es immer wieder Nachrichten im bundesdeutschen "Blätter-(Monokultur)-Wald",

die mich schaudern lassen und die einen schlimmen Hauch von Gesellschafts-Transformation" an sich haben:

 

"General Breuer stellt Novavax-Impfstoff bis Ende Januar in Aussicht" (Welt, 18.1.22)

 

Meine naive Frage:

Leben wir in einer Militärdiktatur?

Wer ist bei uns im Lande verantwortlich für Medizin, Wissenschaft, Gesundheit, ...?

Das Militär, der militärisch-industrielle Komplex internationaler Allianzen?

20.1.2022 - W. Schieweck

Ratschläge

für Menschen, die sich gerade haben "boostern" lassen...

 

in den nächsten Tagen/Wochen bitte:

 

  • keine körperliche Anstrengungen 
  • kein Sport
  • schon gar nicht Leistungssport
  • kein Alkohol
  • keine Tabletten, Schmerzmittel, ...
  • Vorsicht auch vor Knoblauch !
  • kein Nikotin
  • kein Sex
  • wenig Zucker und Salz
  • nicht zu viel essen
  • nicht aufregen
  • nicht tanzen
  • nicht Auto fahren
  • in kein Flugzeug steigen ... man denke an die Thrombosegefahr
  • Nicht daran denken, dass die Impfung schaden könnte ... Angst macht krank
  • wenig Kontakt zu anderen Menschen
  • keine aufregenden Filme schauen
  • frische Luft, aber nicht zu tief atmen
  • ...

( kein Witz ... gerade gelesen ....Quelle: https://www.welt.de/wissenschaft/article235712496/Alkohol-Sport-Schmerzmittel-Was-es-nach-der-Booster-Impfung-zu-beachten-gilt.html

 

habe ein bissel ergänzt, aber nicht übertrieben

...

na ja, eben vorsichtig sein.

Die Impfung "ist nicht ganz ohne".

Aber die Vorteile überwiegen das Risiko ... sagen unsere staatliche-verantwortlichen und anerkannten Wissenschaftler.

 

In 5 Jahren wissen wir mehr ....

so lange dauert die Studie ... 

das sagte zumindest der preisgekrönte Impfstoffentwickler im Dezember 2019!

2019?

Ja, da gab es noch keine Pandemie. Aber er hatte so eine Ahnung, dass da etwas vorbereitet werde und ...

ja, er betonte, dass man von Seite der Pharmaindustrie gut "aufgestellt"sei.

21.1.2022 - W. Schieweck

Für 10 Wochen ...

 

2,5 Milliarden Euro für Krankenhäuser in Deutschland als Überbrückungshilfe.

( eine Medien-Information )

 

https://www.deutschlandfunk.de/krankenhaeuser-erhalten-2-5-milliarden-euro-vom-bund-100.html

 

Klingt erst mal gut ... vernünftig ... sozial ... zutiefst anständig. 

Frei nach der Losung: "Endlich tut der Staat mal ein wenig mehr für die Gesundheit, für das Allgemeinwohl."

 

Aber ...

wofür bekommen die Krankenhäuser den Zuschuss? Krankenhäuser, die zu einem immer größeren Teil (im Moment 40%) privatwirtschaftlich orientierte Firmen sind?

  • Für die Schaffung guter Behandlungsmöglichkeiten?
  • Für den Ausbau von Kapazitäten für schwere Fälle in der Covid-Krise?
  • Für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen?
  • Für bessere Entlohnung der unteren und mittleren "Dienstgrade"?

 

Viel Geld ... Steuergeld in das System der Gesundheitsversorgung zu investieren adelt jeden Staat. Vor allem dann, wenn dieser Sozialbereich ein gesellschaftliches, nonprofit-orientiertes staatliches System darstellt.

 

Aber dem ist ja gar nicht so.

 

Krankenhäuser (Kliniken, Kureinrichtungen, Praxen) müssen wie Wirtschaftsunternehmen Profit machen, zahlen Gewinnausschüttungen an Firmenleitungen, sind eng mit der Pharmaindustrie verstrickt, bauen Kapazitäten ab, entlassen Angestellte, beschäftigen hunderttausende billige Arbeitskräfte aus allen Teilen Europas und der ganzen Welt ... ( wo dann die Fachkräfte fehlen! )

und ...

bekommen seit Jahren Prämien für das Freihalten von Betten für schwere "erwartete" Corona-Intensivfälle.

Da gab es im vergangenen Jahr viele Millionen Euro für Neuschaffung von Intensivplätzen, die nie genutzt wurden. Krankenhausleitungen kassierten Geld für leere Abteilungen und in Kellern gestapelte Intensiv-Betten.

Das kam zwar an das Tageslicht, wurde kritisiert, sollte sanktioniert werden ...

blieb aber Vorhaben, Versprechen ... und wurde vergessen.

Kumpanei zwischen Staat, Ministerien, Krankenhaus-Wirtschaft. Zum Glück kam dann auch noch eine Wahl der neuen Regierung.

Man kratzt sich doch nicht gegenseitig die Augen aus.

 

Und jetzt ...

erneut hunderte Millionen ( 2,5 Milliarden .... für 10 Wochen ) ...

für das Freihalten von Betten, von Intensivstationen und Behandlungskapazitäten ...

Verbunden mit der Konsequenz, dass notwendige und nicht so notwendige Operationen verschoben werden.

So zu sagen als Ausgleich für fehlende Einnahmen für nicht getätigte Behandlungen.

In diesem Zusammenhang gehen dann noch mehr Arbeitskräfte aus den Kliniken weg in andere Bereiche der Volkswirtschaft. Tausende Pfleger und Pflegerinnen haben angedeutet, bei Impfpflicht den Arbeitsplatz zu verlassen.

Ganz besonders schlimm im Bereich der Altenheime  und Altenpflege, der Ambulanzen und Arztpraxen.

Alles mit der Folge eines medizinischen Notstandes, der jetzt schon kaum noch zu reparieren ist.

 

Die Schuldfrage ist längst geklärt. Das sind die Ungeimpften, die Verweigerer, die Menschen auf den Straßen, die die Regeln missachten, spazieren und für Bürgerrechte demonstrieren und damit in staatsfeindlicher Weise die Demokratie gefährden.

 

Und dann wird es weitere Milliarden geben ... Steuergeld ... damit das System der Krankenhäuser gesundet und profitabel bleibt.

Neue Arbeitskräfte werden aus Billiglohnländern "importiert",  Krankenhäuser, die zu teuer sind geschlossen, Super-Krankenhäuser mit hoher Profitabilität geschaffen und der ganzen Welt dokumentiert, welch Spitzenleistungen vollbracht werden können, wenn Geld den "richtigen Weg geht".

Die Zahl der Krankenhäuser und Kliniken schrumpfte in den vergangenen Jahren um 20 %.

Wir sind die Besten ... auf der ganzen Welt. 

 

GEFUNDEN

 

Ein Gedicht

geschrieben vor 200 Jahren

von Heinrich Heine (1797-1856)

einem "Querdenker"

 

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Das Herz ist mir bedrückt

 

Das Herz ist mir bedrückt, und sehnlich

Gedenke ich der alten Zeit;

Die Welt war damals noch so wöhnlich,

Und ruhig lebten hin die Leut.

 

Doch jetzt ist alles wie verschoben,

Das ist ein Drängen! eine Not!

Gestorben ist der Herrgott oben,

und unten ist der Teufel tot.

 

Und alles schaut so grämlich trübe,

So krausverwirrt und morsch und kalt,

Und wäre nicht das bißchen Liebe,

So gäb es nirgends einen Halt.

 

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Ein Träumer, ein demokratischer Idealist, ein Kämpfer mit der Schreibfeder in der Hand, ein Streiter für Freiheit und Vernunft, gegen Untertanengeist und Opportunismus, für eine freie menschliche Gesellschaft.